3 leckere Honig-Rezepte für Hund und Frauchen

Natürlich gibt es neben Heilkräutern, Vitalpilzen & Co noch andere Schätze aus der Natur mit besonderer Wirkung. Zum Beispiel? Den Honig!

Viele Hundebesitzer sind unsicher, ob die natürliche Süßigkeit auch etwas für unsere Vierbeiner ist. Aber Unsicherheit muss nicht sein!

Honig enthält viele Mineralien, Vitamine und Enzyme und kann mit seinem breiten Spektrum an Wirkungen ganz unterschiedlich eingesetzt werden! Zum Beispiel:

 

  • Wundpflege: Da Honig wasserentziehend wirkt, hilft er dabei, Wunden schneller auszutrocknen. Dadurch wird die Wundheilung beschleunigt. Außerdem wirkt Honig desinfizierend und reinigt somit. Einfach ein wenig Honig auf die Wunde schmieren und am besten verbinden. Sonst ist der Honig nicht lange da!
  • Grippe oder Erkältung: Auch bei grippalen Infekten entfaltet der Honig seine entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung direkt im Körper.
  • Stoffwechsel: Schon gewusst? Honig enthält das Enzym „Amylase“, das die Verdauung anregt. Einfach max. 1 TL am Tag ins Futter mischen!
  • Allergie lindern? Diese Magie wird Honig zwar nachgesagt, aber sie wurde aber noch nicht wissenschaftlich bestätigt.
    … natürlich gilt der Honig auch als Energielieferant und Booster fürs Immunsystem!

Deswegen haben wir für dich & deinen Vierbeiner drei Honig-Rezepte vorbereitet!

 

Die verschiedenen Honigarten:

 

Honig ist nicht gleich Honig. Es gibt viele verschiedene Sorten und nicht alle wirken gleich.

Cremehonig – wie wird der eigentlich gemacht? Viele denken, dass dem Honig für seine Konsistenz etwas beigefügt wird. Das ist aber falsch! Seine Cremigkeit kommt von der Auswahl der Blüten. Hierbei stützen sich Bienen über Blüten, deren Nektar schneller kristallisiert, wie zum Beispiel Barlach, Raps und Löwenzahn. Ein weiterer Faktor für die cremige Konsistenz ist das Rühren bei der Verarbeitung.

Akazienhonig – der typische hellgelbe Honig für daheim! Aufgrund seines hohen Fruktosegehalts bleibt er immer flüssig und kristallisiert nicht – anders als beim Cremehonig. Da Akazien an sich giftig für den Hund sind, raten wir hier von der Fütterung ab.

Waldhonig: Als Waldhonig wird der Honigtau von Fichte und Tanne bezeichnet. Nektar ist hier keiner im Spiel. Denn hier sammeln Bienen den Tau von Läusen, die diesen Tau ausschneiden. Hmmmm. 😉 Manche Bienen „überfallen“ Läuse sogar und melken den Honig aus ihnen raus… Außerdem hat Waldtauhonig einen bis zu 10x höheren Mineralstoffgehalt als Blütengehalt.

 

Manuka Honig

 

So viel wissen wir jetzt schon über Honig! Seine besondere Wirkung auf die Darmflora und somit auch auf das Immunsystem kennen wir und auch seine antiseptische und antibakterielle Wirkung ist uns bekannt.

Das Wirkungsspektrum des neuseeländischen Manukahonigs reicht weit über jenes des herkömmlichen Honigs hinaus. Verantwortlich dafür ist der hohe Gehalt des antibakteriell wirkenden Stoffes Methylglyoxal (MGO).

Dieser Stoff ist zwar in allen Honigsorten vorhanden, allerdings weist keine der herkömmlichen Sorten eine derartige Konzentration auf. Du wirst erstaunt sein, denn in Manukahonig steckt die 100-mal mehr dieses Wirkstoffs als im heimischen Produkt.

 

Diesen hohen MGO-Gehalt verdankt der Honig dem Manukastrauch, einem Verwandten des Teebaums. Nur von dieser speziellen Leptospermum-Art stammen die Blüten, die diesen Heilnektar hervorbringen können. Es betrifft auch nur ganz bestimmte Arten der Pflanzen, deshalb ist die Gewinnung so einzigartig.

Phenolcarbonsäuren und Flavonoide sind weitere gute Wirkstoffe dieses Honigs. Die Wirkweise erinnert dabei an ein altbewährtes Antibiotikum. In erster Linie hat er es dem Enzym Glucose-Oxidase zu verdanken, welches ihn antiseptisch macht. Wenn also Bienen die Blüten bestäuben und hierbei Speichel abgeben, entsteht dieses spezielle Enzym. Der Zucker wandelt sich zu Wasserstoffperoxid um, welches keimtötend wirkt.

 

Achte beim Kauf auf die Angaben des tatsächlichen Methylglyoxalgehalts, häufig auch als MGO abgekürzt bzw. auf den Unique Manuka Factor (UMF) – letzterer bestimmt den Grad der antibakteriellen Wirkung des Manukahonigs. Wichtig ist auch, dass echter Manukahonig ausschließlich aus Neuseeland stammt!

Qualität von Honig erkennen

 

Aber wie?

Ob es sich um echten Qualitätshonig handelt, sieht man leider nicht auf den ersten Blick. In minderwertigen Produkten haben Enzyme und andere wichtigen Inhaltsstoffe schon längst ihre Wirkung verloren. Wer seine heilende Wirkung nutzten möchte, sollte ihn deshalb nicht über 40 Grad erhitzen, denn sonst können die wichtigen Enzyme nicht mehr richtig funktionieren. Bei Importhonig ist das Erwärmen genau DAS Problem.

Dieser Honig hat meist eine lange Schiffsreise hinter sich, in der er von seinem flüssigen Zustand zu einer festeren Masse wird. Dadurch ist er für Importeure nicht mehr abfüllbar und muss erhitzt werden, um sich wieder zu verflüssigen. Wird er allerdings zu schnell und/oder zu stark erhitzt, geht seine phantastische Wirkung fast zur Gänze verloren.

 

Zwar gibt es eine Reihe von Werten, die die Qualität des Honigs verraten, aber dieser wirst du leider zu 99,9999% nicht auf der Produktrückseite finden. Hier gibt es keine Deklarationspflicht. Imkern und Unternehmen wird das Schummeln hier leicht gemacht!

Ein für uns sichtbares Qualitätsmerkmal ist der Wassergehalt. Er darf, außer bei Heidehonig, nicht über 20% liegen. Sichtbare Fehler bei Honig bei zu hohem Wassergehalt wären nach einiger Lagerzeit leicht zu erkennen, denn hierbei kommt es zur Phasentrennung, d.h. es setzt sich eine flüssige Schicht oben im Glas ab. Das ist die Vorstufe zum Verderb durch Gärung. Kein Fehler ist dagegen ausblühender Zucker, der sich als weiße Schicht von außen am Glas zeigt. Er ist ein Zeichen für die gute Qualität des Honigs, weil er darauf hinweist, dass der Honig direkt abgefüllt wurde.

 

Bitte gib also Acht beim Honigkauf!

 

So, nun haben wir aber genug über die Theorie gelernt! Jetzt geht’s ab in die Küche! Wir zeigen dir nun drei tolle Rezepte, die nicht nur deinem Vierbeiner, sondern auch dir schmecken werden.

Rezept Nr. 1: Zwiebel-Ingwer-Honig

Ich weiß, ich weiß. Im ersten Moment klingt die Kombination etwas seltsam. Und dann noch mit Honig? Aber das Trio wirkt bei Erkältungen wahre Wunder – beim Hund und beim Frauchen!

Die Honigmischung wirkt durch die Vielfalt sämtlicher Zutaten keimtötend, desinfizierend und stärkt zusätzlich die Abwehrkräfte! Was es dafür braucht, verrät schon der Name:

Zutaten:
1 EL gehackter Ingwer
1 EL gehackte Zwiebel
200 ml Honig

  • Einfach den Honig über die geschnippelten Zutaten gießen und genießen! Die Wirkung von Ingwer und Zwiebel gehen in wenigen Minuten auf den Honig über.
  • Verabreicht sollte der Honig ohne die geschnippelten Zutaten werden.
  • Nach maximal 2 Tagen sollten der Ingwer & Zwiebel abgeseilt werden. Sonst könnte der Honig schimmlig werden!
  • Danach ist er im Kühlschrank 1-2 Wochen haltbar!

Rezept Nr. 2: Honig mit Rosenblüten und Lavendel

 

Steht ein aufreibender Besuch beim Tierarzt an oder suchst du nach einem Leckerli mit entspannender Wirkung? Dann ist unser Rezept Nummer 2 genau das Richtige!

Dank der beruhigenden Wirkung des Lavendels und der ausgleichenden Wirkung der Rose ist dieser Honig nicht nur eine Geschmacksexplosion für Frauchen, sondern auch Entspannung für unsere Vierbeiner!

Zutaten:
2 EL getrockneter Lavendel
2 EL getrocknete Rosenblüttenblätter
200 ml Honig

  • Einfach Honig über die getrockneten Kräuter gießen und 2 Wochen ziehen lassen.
  • Während dieser Zeit gehen die ätherischen Öle in den Honig über.
  • Kräuter nach 2 Wochen einfach wieder absieben. Fertig!

! Achtung ! Neben ihrer harmonisierenden Wirkung wirkt die Rose auch aphrodisierend.

Also bei Rüden, die besonders stark am Frühling leiden, raten wir, lieber nur zum Lavendel zu greifen 😉

Rezept Nr. 3: Kräuterhonig mit Salbei & Co.

Die Fellnase läuft und das Bellen bleibt aus?

Hier hilft der Kräuterhonig mit Thymian & Salbei! Er ist ein natürliches und schnell zubereitetes Heilmittel bei Husten und Halsschmerzen. In Kombination wirken die Heilkräuter schleimlösend, lindern lästigen Hustenreiz und beruhigen den Rachen.

Zutaten:
2 EL getrockneter Thymian
2 EL getrocknete Salbei
200 ml Honig

  • Einfach Honig über die getrockneten Kräuter gießen und 2 Wochen ziehen lassen.
  • Während dieser Zeit gehen die ätherischen Öle in den Honig über.
  • Kräuter nach 2 Wochen einfach wieder absieben. Fertig!

Fazit

Du siehst, Honig ist nicht nur für dich superlecker, sondern auch dein Hund kann bedenkenlos mitnaschen! Unsere leckeren Honig-Rezepte sind gesund, haben tolle Wirkungen und schmecken himmlisch. Probier sie am besten gleich aus!

Wir freuen uns natürlich über dein Foto und weitere Honig-Rezepte jeder Art! 😉

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Über die Autorin, Paulina Adamczyk

Seit über 3 Jahren helfe ich als selbstständige Tierernäherungsberaterin Hunden zu mehr innerem Wohlbefinden – durch artgerechte Ernährung und die Kraft von Heilkräuter, Vitalpilzen und Aromaölen. Viele meiner Kunden unterschätzen die unterstützende Wirkung die in unserer Natur schlummert. Viele greifen lieber zu purer Chemie. Daher liegt es mir am Herzen, Hunde mit der Kraft der Natur zu unterstützen und Frauchen & Herrchen aufzuklären. 💚

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