10 Einsatzmöglichkeiten: Bachblüten für Hunde!

von | Mai 10, 2019 | Bachblüten für Hunde, Hunde-Blog, Naturheilkunde für Hunde

In unserer schnelllebigen Zeit zählen wir Menschen immer mehr auf Alternativen zu Medikamenten gegen Stress, Ängste, Unwohlheiten, Aggressionen. Alternativen, die wir auch gerne bei unseren Hunden einsetzen. Meiner Meinung nach ist der Trend und die Suche nach natürlichen Mitteln eine gute Entwicklung. Seit 8 Jahren arbeite ich nun schon als Bachblütenberaterin für Hunde - und unterstütze unsere haarigen Vierbeiner auch mit Heilkräutern, Vitalpilzen & Aromaölen. Die Lehre von Dr. Bach hat es mir aber am meisten angetan. 

Bachblüten haben es in den letzten Jahren immer öfter in die Medien geschafft. Und trotzdem wissen nur wenige über die wahre Wirkung von Bachblüten und wie sie beim Hund angewendet werden können. 

 

Immer wieder werde ich gefragt...

 

"Was sind Bachblüten überhaupt?"

"Wie wirken Bachblüten?"

"Wie wähle ich die richtige Bachblüte für meinen Hund?"

Aber vor allem: "Wie werden Bachblüten allgemein eingesetzt?"

Solltest du noch die gleichen Fragen haben, bist du hier genau richtig! 

 

In den nächsten Zeilen möchte ich dir ein Basiswissen über die Anwendung von Bachblüten weitergeben - und dir ein Gefühl geben, wie wir Bachblütenberater die richtige Blüte für deine Fellnase finden. Solltest du am Ende des Artikels noch immer offene Fragen haben, kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen und ich antworte dir so schnell ich kann persönlich zurück. 🌸

 

Was sind Bachblüten überhaupt?

 

 

Eine lange Geschichte, ganz kurz erzählt:

Die Bachblüten haben ihren Namen von Dr. Edward Bach - gebürtiger Engländer, geboren 1886. Durch seine Arbeit mit so vielen kranken Menschen ist Dr. Bach immer mehr auf einen bestimmten Umstand aufmerksam geworden: Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten haben ähnliche bis gleiche Verhaltensauffälligkeiten gezeigt. 

Dr. Bach hat alle seine Patienten aber auch Familie, Freunde und Bekannte genau studiert. Die körperlichen Krankheiten, die seelischen Verstimmungen, Angewohnheiten die sich verändert haben. Dabei hat er immer wieder einsame Plätze in der Natur aufgesucht und dort seine Gedanken niedergeschrieben, die Schriften verglichen, überlegt, studiert.

Dr. Bach hat sich auch für die Pflanzen interessiert, die er auf seinen Ausflügen in der Natur fand, für ihre Heilwirkungen. Ihm wurde schnell klar, dass die Kräuter nicht nur durch ihre Inhaltsstoffe die körperlichen Gebrechen heilen, sondern dass sie auch auf die Psyche wirken. So entdeckte und entwickelte Dr. Bach aus 37 Pflanzen und dem Wasser einer Heilquelle die 38 Bachblüten, so wie wir sie heute immer noch kennen. Es hat sich an der Herstellung in den vielen Jahren nichts geändert, die Pflanzen sind immer noch die gleichen, auch die Anwendung ist gleich geblieben.

Die Urtinkturen der Bachblüten werden als Stockbottles bezeichnet. Diese sind, wie oben schon kurz erwähnt, in Gruppen eingeteilt. In jeder dieser Gruppen finden wir unterschiedliche Blüten, denn nicht jeder Hund der Angst hat, hat dies aus den gleichen Gründen. Nicht jede Unsicherheit oder Verzweiflung hat die gleichen Ursachen. So vielfältig und unterschiedlich unsere Hunde sind, genau so unterschiedlich können wir die 38 Stockbottles einsetzen. Wie können sie individuell mischen, damit für jeden Hund eine persönliche Mischung entstehen kannn – abgestimmt auf das jeweilige Probleme.

 

 

Wie werden Bachblüten beim Hund eingesetzt und verabreicht?

 

 

Wie du aus der Geschichte über Dr. Bach herauslesen kannst, ist das eigentliche Ziel der Bachblüten das innere Gleichgewicht zu stärken und festigen. Damit der Hund mit Situationen, die ihn ängstlich, aggressiv, unsicher etc. machen, wieder besser umgehen kann. Der ruhiger und entspannter wird und wieder gut mit seinem Leben zurechtkommt. So wie die Art des Problems variieren kann, so kann auch die Anwendungsdauer unterschiedlich lang sein.

Wollen wir den Hund auf etwas vorbereiten, zum Beispiel einen Tierarztbesuch, ein neues Familienmitglied etc., so kann es hilfreich sein, wenn wir ein bis zwei Wochen vorher mit den Bachblüten beginnen. Leidet der Hund unter einer Situation, die schon länger besteht, oder haben wir ihn etwa schon so gekauft, kann sich die Gabe auch über Monate, manchmal sogar Jahre hinziehen. Je länger das ungute Gefühl schon im Hund schlummert, umso länger ist auch die Anwendungsdauer. Wobei hier die Mischung variieren kann – der Hund verändert sich, also sollte auch die Mischung angepasst werden.

 

Bei psychisch bedingten Unwohlheiten können Bachblüten also als Ergänzung einsetzen. Zeigt ein Hund Schmerzen oder krankheitsbedingte Symptome, gilt es festzustellen, ob diese ihren Ursprung in der Psyche haben oder ob der Hund wirklich krank ist. Sind wir uns nicht sicher oder es ist eindeutig eine Erkrankung, sollte immer der Tierarzt miteinbezogen werden!

 

Bevor also eine individuelle Bachblütenmischung für Hunde erstellt werden kann, müssen wir uns folgende Frage stellen:

 

Welches Verhalten bringt die Ausgeglichenheit des Hundes aus dem Gleichgewicht?

 

Ist es seine Ungeduld? Seine Unsicherheit? Sein Zorn? Denn je nachdem welches Verhalten dem Hund das Leben erschwert, wird ein Bachblütenberater andere Blüten für die individuelle Mischung wählen. Und damit du ein besseres Gefühl für die Anwendung von Bachblüten bekommst, möchte ich dir 10 Anwendungsbeispiele aufzeigen:

 

 

Zehn Anwendungsbeispiele für Bachblüten beim Hund:

 

1.) Der Pfotenbeißer – Hunde, die unter einer Neurose wie pfotenbeißen leiden, haben oft auch Konzentrationsschwierigkeiten. Sie kommen nicht zur Ruhe, haben Schlafstörungen und eine Muskelschwäche.Daraus resultierend kann es zu Durchblutungsstörungen und Bindegewebsschwächen kommen, die Hunde sind oft nichtausgeruht und erleiden Verletzungen durch ihre eigene Unachtsamkeit. Die Weiße Rosskastanie * White Chestnut kann diesen Hunden zu innerer Stille und Konzentration auf das Wesentliche verhelfen.

 

2.) Der Einzelgänger – diese Hunde sind stolz, unnahbar und können arrogant und überheblich wirken, obwohl sie ruhig und intelligent sind. Sie wollen sich nicht angreifen lassen, kuscheln ist ein Fremdwort für sie. Zu anderen Hunden wollen sie keinen Kontakt, ebenso wenig zu Menschen. Krankheiten ertragen sie still, ohne zu klagen. Mit der Sumpfwasserfeder * Water Violet können wir diese Hunde unterstützen, damit sie Nähe wieder zulassen können – die Nähe von Menschen, aber auch von anderen Hunden.

 

3.) Der Hund in der Übergangsphase – der Welpe kommt ins neue Zuhause, er kommt in die Pubertät, ein neues Familienmitglied kommt dazu, ein Umzug steht an, ... Hunde in diesen Phasen können manchmal überfordert sein. Der Walnussbaum * Walnut ist das Mittel für Übergangsphasen, Veränderungen jeder Art. Die Hunde können sehr gut vorbereitet werden, damit sie ohne Angst vor der Zukunft und ohne Bedauern der Vergangenheit mutig und gestärkt den nächsten Schritt im Leben gehen können.

 

4.) Der ältere Hund – zur Unterstützung im Alter, wenn der Hund keine rechte Lebensfreude mehr zeigt, wenn er energielos und gleichgültig wirkt, eine schlaffe Körperhaltung, ein stumpfes Fell und ein schwaches Immunsystem zeigt. Für diese Hunde ist die Heckenrose * Wild Rose eine gute Bachblütenwahl – sie verhilft zu einer positiven Lebenseinstellung.

 

5.) Der Tyrann – bei Hunden gibt es die tyrannischen Anführer, die intolerant und dominant sind. Sie zwingen anderen ihren Willen auf, sind rücksichtslos. Sie brauchen Artgenossen, um Machtkämpfe auszutragen, kämpfen dabei aber bis aufs Blut. Sie sind schmerzunempfindlich, fühlen sich schnell bevormundet und ordnen sich nicht unter. Diese Hunde fordern, dass sich jeder ihrer Sache anschließt. Mit der Bachblüte Weinrebe * Vine können wir diesen Hunden zu einem friedlicheren Leben verhelfen. Die Tyrannen-Tour ist für den Hund sehr anstrengend, auch wenn er sich das nicht anmerken lässt. Um dies zu entschärfen, hilft die Weinrebe sehr gut. Die Hunde können dann anderen Lebewesen auch wieder die eigene, freie Wahl lassen.

 

6.) Der Verzweifelte – nach einem schweren Schicksalsschlag kann es passieren, dass der Hund keinen Ausweg mehr sieht, er keine Hoffnung mehr hat, Verzweiflung kann sich breit machen. Oft ist das der Fall, wenn Hunde misshandelt wurden. Chronische Erkrankungen können folgen. Die Esskastanie * Sweet Chestnut verhilft dem Hund zu der Erkenntnis, dass die Nacht am dunkelsten ist, wenn der Tag am nächsten ist. Sie wird erfolgreich bei langwierigen, chronischen Erkrankungen und in der Krebstherapie eingesetzt. Der Hund, der die Esskastanie benötigt, hat seine Emotionen durch seinen starken Charakter unter Kontrolle, er kann aber mit den Bachblüten als Helfer schneller wieder gesund werden.

 

7.) Der Geschockte – fast jeder Hund hatte irgendwann in seinem Leben ein Schockerlebnis. Die Geburt, die Trennung von der Mutter und den Geschwistern, die erste Spritze vom Tierarzt, der Verlust eines Familienmitglieds, ein Unfall mit Verletzung,... Für alle Hunde, die einmal einen Schock erlitten haben, passt die Bachblüten Doldiger Milchstern * Star of Bethlehem. Oft sind es Situationen, an die der Hund sich gar nicht mehr erinnern kann oder will, weil das Erlebnis für ihn zu schrecklich war.

Deshalb ein Tipp von mir: Der Doldige Milchstern passt in jede erste Mischung, da eigentlich jeder Hund einmal in solch einem Schockzustand war. So kann dieser aufgelöst werden. Wenn ich einmal nicht ganz genau zuordnen kann, welche Bachblüte die passende ist, dann gebe ich erst den Doldigen Milchstern. Danach ist oft viel klarer, wie weiter vorgegangen werden soll.

 

8.) Der Panische – hat der Hund einen Unfall oder eine plötzlich auftretende Erkrankung wie Koliken, akute Bandscheibenvorfälle, Sonnenstiche, schwere Geburten, ... dann kann sich Panik breitmachen – beim Hund wie beim Menschen. Eine der Angstblüten und Bestandteil der Notfalltropfen ist das Gemeine Sonnenröschen * Rock Rose. Ist der Hund in einem Panikzustand, kann diese Bachblüte sehr gut eingesetzt werden. Der Besitzer kann sie gleich mit einnehmen, denn wenn wir Menschen ruhig werden, übertragen wir das auch auf den Hund.

 

9.) Der Ungeduldige – diese Hunde sind immer in Bewegung. Alles geht ihnen zu langsam. Eine Pause beim Spaziergang wird mit Winseln beantwortet, sie können nicht entspannen. Sie ziehen es vor, alles alleine zu machen, da sie so alles in ihrem gewünschten Tempo machen können. Auch ein hyperaktiver Hund fällt in die Gruppe des Ungeduldigen. Sie stehen immer unter Druck, sind schwer zu bändigen und wollen immer mit dem Kopf durch die Wand.

Für den Ungeduldigen gibt es das Drüsentragende Springkraut * Impatiens. Es wuchert wie die Ungeduld des Hundes, wird immer mehr und immer intensiver – bis es irgendwann von selber wieder verschwindet. Es verhilft dem Hund zu Muße, Entspannung und Geduld.

 

10.) Der Tagträumer – verträumt, schläfrig, kein gutes Gedächtnis, Lernprobleme, kein Bezug zur Realität und keine Lebensfreude sind klassische Symptome. Im Krankheitsfall haben wir das Gefühl, dass dieser Hund gar kein Interesse daran zeigt, wieder gesund zu werden. Diese Hunde leben in ihrer eigenen Welt.

Die Waldrebe * Clematis unterstützt den Hund dabei, in der Gegenwart zu leben. Träumerleins im Training können sich mit der Waldrebe wieder besser konzentrieren, ungeschickte Hunde werden wieder konzentrierter und ihnen passieren weniger Hoppalas.

 

Mein Fazit: 

 

Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass Bachblüten mittlerweile zu den Standards der Naturheilkunde gehören. Sie sind nichts exotisches mehr und gehören neben Heilkräutern einfach zu den alternativen Heilmethoden dazu. Denn oft im Leben braucht sind es auch die inneren Befindlichkeiten die Unterstützung brauchen... Und genau hier können Bachblüten ganz wunderbar eingesetzt werden.

Ich hoffe, dass mein Blogartikel dir zumindest einen kleinen Einblick in die tiefe Welt der Bachblüten geben konnte. 

 

Aber jetzt bin ich neugierig:

Konntest du deine Fellnase in einen meiner 10 Beispiele wieder erkennen? 😉 

Und hast du vielleicht sogar schon Erfahrungen mit Bachblüten gesammelt?

Lass es mich wissen und hinterlasse mir doch einen Kommentar!

 

Tief verwurzelte Grüße, Nicole

 

*Unbezahlte Produktempfehlung

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Huhu! Ich bin Nicole!

Ich verhelfe nun schon seit Jahren Tieren zu Ausgeglichenheit & Wohlbefinden – dank der verschiedensten Kräften unserer Natur. Doch die Lehre der Bachblüten hat mich schon immer am meisten fasziniert. Eine Lehre, die ich an viele Hundebesitzer und Interessierte weitergeben möchte.

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Autorin - Nicole Lehner

Ich verhelfe nun schon seit Jahren Tieren zu Ausgeglichenheit & Wohlbefinden – dank der verschiedensten Kräften unserer Natur. Doch die Lehre der Bachblüten hat mich schon immer am meisten fasziniert. 🌸 Eine Lehre, die ich an so viele Hundebesitzer und Interessierte weitergeben möchte - in meiner Online-Ausbildung zum Bachblütenberater für Hunde!

 

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