Bärlauch: Das Kraftpaket für Hunde

von | Mai 9, 2019 | Hunde-Blog, Hundeernährung, Naturheilkunde für Hunde

Der Bärlauch hat seinen Namen nicht umsonst bekommen. Wenn dir beim Waldspaziergang eine leichte Knoblauch-Brise um die Nase weht, handelt es sich entweder um ein exponiertes Bärlauch-Feld zu deinen Füßen oder einen dir zuvorgekommenen Bären, denn Bärlauch ist das erste Kraut, das Meister Petz nach seinem Winterschlaf findet und frisst.

Der bärige Lauch gehört in die Familie der Amaryllis und zählt zu den Lauchgewächsen. Er kann bis zu 50 cm hoch werden, tummelt sich von März bis Mai in unseren heimischen Wäldern und war schon bei den Kelten und Germanen als Heilpflanze bekannt. Die Römer nannten ihn “Herba salutaris” und schätzten ihn als magen- und blutreinigendes Mittel.

Warum das Kraut auch für unsere Hunde ein heilsames Kraftpaket darstellt und was du dabei beachten musst, verrate ich dir hier (Mehr dazu lernst du in unserer Online-Ausbildung zum Heilkräuter, Vitalpilz & Aromaöl-Berater für Hunde).

 

Auf den Inhalt kommt es an

 

Bärlauch wirkt desinfizierend auf Magen und Darm, blutdrucksenkend und durchblutungsfördernd. Dadurch wird einer Verkalkung und Verengung der Blutgefäße vorgebeugt. Er ist reich an Vitamin C und enthält wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen.

Knoblauchgeschmack polarisiert – zwischen Liebe und Hass gibt es nur wenige Abstufungen. Nichtsdestotrotz sind die gesundheitlichen Vorteile definitiv hervorzuheben, denn Bärlauch enthält Allicin, jenen Stoff, dem der Knoblauch nicht nur seinen Geruch, sondern auch seine Hauptwirkung verdankt:  Allicin erhöht den Spiegel der beiden antioxidativ wirksamen Enzyme Katalase und Glutathionperoxidase im Blut.

Auf diese Weise können vermehrt freie Radikale abgefangen und Schäden an den Zellmembranen vermieden werden. Doch auch jenes Allicin ist es, das bei falscher Dosierung bei unseren Hunden zu Problemen (z. B. Anämie) führen kann.

Bärlauch liebt humus- und kalkreiche Laubwaldböden, auch in schattigen Auenwäldern ist er gerne zu finden. Man kann ihn jedoch auch im Garten anbauen, indem man Samen ausstreut oder direkt Zwiebeln setzt.

 

 

 

Bärlauch vs. Maiglöckchen: Achtung, Verwechslungsgefahr!

 

Aufgrund seines starken Geruchs wird der Bärlauch auch “wilder Knoblauch” genannt. Der verlässlichste Helfer beim Sammeln von Bärlauch ist somit der Geruchssinn. Einfach die Blätter zwischen den Fingern reiben und daran riechen - bei Bärlauch ist ein deutlicher Knoblauchgeruch wahrnehmbar.

Dies ist – unter anderem – ein wichtiger Indikator, um ihn von anderen (giftigen) Pflanzen zu unterscheiden. Verwechslungsgefahr besteht vor allem zwischen Bärlauch und Maiglöckchen, bzw. Herbstzeitlosen.

 

Anhand der folgenden Indikatoren kannst du den leckeren Bärlauch von anderen Pflanzen unterscheiden:

Bärlauch: Bärlauchblätter sprießen direkt aus dem Boden, sind mattgrün und weich, mit einer deutlich erkennbaren Mittelrippe auf der Blattunterseite. Die Blüten des Bärlauchs sind weiße Sammelblüten und wachsen nach oben. Wenn im Bärlauchbestand Blüten auftauchen, dürfen diese jedoch nicht mehr verwendet werden.

Maiglöckchen: Maiglöckchen haben dunkelgrün glänzende, feste Blätter und weiße, kleine Blüten, die nach unten hängen. Die Pflanze ist geruchlos, wirkt aufrecht stehend und es wachsen immer zwei Blätter aus je einem Stiel.

Wenn die Maiglöckchenblätter etwa die Größe von Bärlauchblättern erreicht haben, ist der Bärlauch in den meisten Jahren bereits verblüht und seine Blätter vertrocknen langsam.

ACHTUNG: In Jahren, in denen der Winter sehr lang dauert, können Bärlauch- und Maiglöckchenblätter sehr knapp aufeinander folgen und sich im Extremfall sogar überschneiden.

Herbstzeitlose: Herbstzeitlose sind ebenso geruchlos und haben schmale, zartgrüne Blätter, die direkt aus dem Stängel wachsen. Sie beginnen erst im Herbst, violett zu blühen.

Beste Vorsorge: Bärlauch nur im (!) Wald und niemals am Waldrand ernten, denn die giftigen Herbstzeitlosen wachsen nicht im Wald, sondern nur auf freien Flächen.

 

Anwendung von Bärlauch beim Hund

 

„Allein die Dosis macht das Gift!“ Diese Weisheit von Paracelsus gilt ganz besonders für den Bärlauch-Gebrauch. Während er in zu hohen Dosen für unsere Hunde giftig ist, ist er in kleinen, genau abgestimmten Mengen ein wahres Wundermittel der Natur. Bärlauch sollten wir unseren Vierbeinern also immer nur über einen bestimmten Zeitraum verabreichen.

Am besten wird (frisch gepflückter) Bärlauch max. 10-14 Tage lang klein gehackt dem Futter beigemengt.

 

Bärlauch Dosierung für Hunde:

Kleine Hunde bis 10 kg  →         pro kg Körpergewicht ca. 1-1,5 g

Mittlere Hunde von 10-15 kg  → pro kg Körpergewicht ca. 1 g

Große Hunde ab 24 kg →           pro kg Körpergewicht ca. 0,5 g

 

Um es jedoch auch unseren Fellnasen kulinarisch ansprechend zu servieren, haben wir zwei Bärlauch-Blitzrezepte für dich.

 

Hunde-Bärlauch-Pesto

 

Eine 14-tägige Bärlauch-Pesto-Kur erweckt die caninen Lebensgeister und macht aus der müdesten Couchpotato wieder einen juvenilen Draufgänger auf vier Pfoten. Zudem ist eine derartige Kur die beste Vorbeugung gegen Wurmbefall, Flöhe und Zecken.

 

Zutaten:

  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 200 g Bärlauch
  • 100 g Kokosflocken

 

Zubereitung:

  •     Den Bärlauch klein hacken oder mit dem Pürierstab häckseln.
  •     In eine Schüssel geben und die Kokosflocken unterrühren.
  •     Die Masse gut miteinander vermengen und in ein Schraubglas füllen.
  •     Danach mit Sonnenblumenöl auffüllen, bis alles gut bedeckt ist.
  •     3-4 Wochen ziehen lassen und danach kühl lagern.

 

Die im Bärlauch-Pesto für Hunde enthaltenen Kokosflocken haben zusätzlich eine wurmwidrige Wirkung und können ebenfalls zur Prophylaxe verwendet werden.

Bei einem mittelgroßen Hund kann man das Bärlauch-Pesto als Kur mit einem Teelöffel pro Tag über einen Zeitraum von ca. 2-4 Wochen anwenden. Hier bitte die Dosierung auf die jeweilige Größe und Beschaffenheit deines Hundes anpassen.

 

Karotten-Bärlauch-Püree

 

Dieses Bärlauch-Püree wirkt als perfekter Darmparasiten-Ausleiter. Während der Bärlauch seine reinigende Wirkung entfaltet, sorgen Karotten dafür, dass die angegriffene Darmschleimhaut wieder zur Ruhe kommt. Der beigefügte Majoran hilft bei Blähungen, Koliken und Störungen im Magen-Darm-Trakt.

 

Zutaten:

  • gekochte Karotten
  • 1-3 Teelöffel (je nach Gewicht des Hundes) Majoran
  • 1-2 Blätter Bärlauch

 

Zubereitung:

  •     Karotten kochen und mit den Bärlauchblättern pürieren.
  •     Mit Majoran würzen und unters Futter mischen.

 

Auch dieses Rezept sollte als Kur und nicht länger als 14 Tage angewendet werden.

 

Bärlauch als Wunderkur für Hunde

 

Bärlauch ist ein Wundermittel der Natur und kann unsere Vierbeiner wieder frühlingshaft fit machen. Dennoch gilt auch hier: Achtsam sein! Bärlauch gehört zu den Zwiebel- bzw. Lauchgewächsen und sollte dahingehend auf keinen Fall in großen Mengen an den Hund verfüttert werden. Achte bei der Dosierung bitte immer auf die Größe deines Hundes, dann steht einer reinigenden Kur mit der Heilkraft des Bärlauchs nichts mehr im Wege!

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Hallo! Ich bin Paulina!

Ich bin zertifizierte Hundeenährungsberaterin, Mutter einer wundervollen Tochter und treue Begleiterin meines Seelenhund Balou. Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, Hunde mit der richtigen Ernährung und der Kraft unserer Natur zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen. So konnte ich schon Balous Leben vor 5 Jahren retten. Der Grund, warum es die Dogtisch Academy gibt und du jetzt diesen Artikel liest.

Autorin - Paulina Adamczyk


Als zertifizierte Heilkräuter-, Vitalpilz- & Aromaöl-Beraterin für Hunde ist es mir eine Herzensangelegenheit, Hundebesitzern mehr Wissen über unsere Natur näher zu bringen. Das ist mein persönliches "Warum" für diesen Blogartikel. Noch mehr dazu lernst du in unserer Online-Ausbildung.

 

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