Berufsbild Tiercoach

So arbeitet es sich als selbstständiger Tiercoach für Hunde

Seit vier Jahren bin ich selbständig als Katzen- und Hundetrainerin tätig. Ich habe meine Leidenschaft zu Vierbeinern auf diese Weise zum Beruf gemacht und bereue es keine Sekunde! Durch meine individuelle Herangehensweise konnte ich bereits einigen Hunde- und Katzenbesitzern weiter helfen und zahlreiche Erfolge verbuchen. Lies weiter und erfahre, wie der Berufsalltag als Trainer für Hunde und Katzen aussieht!

 

 

Aufgaben eines Tiercoaches:

 

 

Trainer für Hunde übernehmen mehr Aufgaben, als man anfangs denkt. Viele können sich darunter vielleicht gar nicht mal so viel vorstellen! Welche Aufgaben dich im Alltag als Tiercoach erwarten, liest du hier:

 

 

• Kunden Wissen vermitteln! Du musst in der Lage sein, dein Fachwissen sowie das soeben Gesehene (Verhalten des Tieres) deinen KundInnen ausführlich und verständlich zu vermitteln. Dies ist mitunter einer der schwersten Aufgaben und erfordert einiges an Übung. Wichtig für einen Tiercoach ist, mit den Besitzern auf eine gemeinsame Ebene zu kommen und sie einfühlsam, aber dennoch sachlich zu informieren.

• Individuelle Trainingspläne erstellen und anpassen! Nach einem Kundentermin muss alles Besprochene schriftlich festgehalten werden, um danach einen individuellen Trainingsplan erstellen zu können. Diesen Trainingsplan wird ein guter Trainer für Hunde und Katzen nicht nur an das betroffene Tier, sondern auch an den Menschen, der mit ihm arbeitet, anpassen.

In einem guten Trainingsplan sollte mindestens diese Dinge eingearbeitet sein:

  • Aufgabe
  • Lernziel
  • Voraussetzungen
  • Hilfsmittel
  • Methode der Verstärkung
  • Trainingsaufbau & Lernmethode
  • Signal
  • Lernsituation
  • Lernschritte
  • Ausblick

Natürlich sollte dieser entsprechend dem Trainingserfolg auch immer wieder angepasst werden.

 

 

• Sachverhalte analysieren! Bevor es mit dem Training überhaupt losgehen kann, muss eine gründliche Analyse des aktuellen Status Quo durchgeführt werden. Das gezielte Beobachten von gezeigtem Verhalten und die Zusammenhänge dazwischen zu verstehen, steht hier an oberster Stelle. Somit sind ein gutes Auge sowie ein großes Fachwissen über das Tier erforderlich.

• Nachbetreuung!Nachbetreuung ist das A und O in dieser Branche! Denn – machen wir uns nichts vor – es gibt keine bessere Werbung, als wenn dich jemand mit gutem Gewissen und strahlendem Blick weiterempfiehlt. Da sich im Leben ständig etwas ändert und wir somit auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, solltest du ab und an nachfragen, wie es deinen Kunden mit ihren Tieren geht. Eventuell benötigen sie ja wieder einmal deine Unterstützung!

• Individuelle Beratung und Training! Das erste, was du in diesem Beruf lernen wirst, ist, dass es zwar meist um dieselben Themen geht, aber die Menschen und deren Tiere absolut individuell sind. Somit ist jedes Mal aufs Neue dein Können, deine Aufmerksamkeit und dein Wissen gefragt. Ein wirklich abwechslungsreicher und spannender Beruf!

• Supervision! Wenn großes Misstrauen, schwere Unsicherheit oder gar Angst beim Kunden besteht, mit seinem Tier zu arbeiten, sollte immer zuvor eine Form der Beratung stattfinden. Dies gilt es zu erkennen und dann entsprechend zu handeln. Dies kannst du beispielsweise tun, indem du selbst Sitzungen anbietest (vorausgesetzt du hast eine anerkannte Qualifikation oder Zusatzausbildung) oder jemand Kompetentes hinzuziehst.

Wer geht zum Tiercoach?

Vorwiegend besteht dein Kundenkreis aus Hunde- und KatzenbesitzerInnen, die sich selbst nicht mehr zu helfen wissen und Unterstützung benötigen. Vor allem, wenn der Hund oder die Katze aus dem Tierheim gerettet wurde, kann es oft zu ungewohnten Situationen kommen, mit denen die Besitzer alleine nicht fertig werden.

Dann gibt es noch KundInnen, die sich im Vorhinein (vor Einzug des Tieres) beraten lassen wollen, damit ihre Unsicherheiten genommen werden können. Außerdem gibt es noch diejenigen, die mit ihrem Hund bzw. Ihrer Katze auf der Suche nach etwas Neuem bzw. Abwechslung sind.

Du siehst, der Kundenkreis eines Tiercoachs ist sehr vielfältig!

Gehalt für Trainer für Hunde

Es ist schwierig, eine Aussage darüber zu treffen, da hier so viele Faktoren mitspielen. Beispielsweise kommt es darauf an, welchen Stundensatz oder welche Pauschale du für deine Leistungen verlangst, aber auch darauf, wie groß dein Kundenstamm ist.
Ich finde es sehr wichtig, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass gute und fundierte Arbeit ihren Preis hat.

Des Weiteren finde ich es enorm wichtig, dass deine Preise für Kunden ersichtlich sind. Sei von Anfang an transparent, was deine Preisgestaltung betrifft! So wissen deine zukünftigen KundInnen, worauf sie sich einlassen und du musst keine individuellen Kostenvoranschläge verschicken – denn das kostet meist nur unnötig Zeit. Ich persönlich handhabe es so, dass ich meine Preise übersichtlich auf meiner Homepage aufgelistet habe.

Wenn du wissen willst was meine Leistungen kosten, kannst du dies unter: www.tiercoach-wien.at

Vorteile im Job:

• Hohe Nachfrage! Viele Menschen haben Probleme mit ihren Tieren. Das ist eine Tatsache, die sich so bald nicht von selbst erledigen wird. Als Hundetrainer hast du daher immer etwas zu tun!

• Flexible Arbeitszeiten! 9-to-5-Jobs sind nichts für dich? Dann ist dieser Beruf für dich wie geschaffen. Durch die individuelle Terminvereinbarung kannst du dir alles flexibel einteilen.

• viel Sozialkontakt! Du hast viel mit Menschen zu tun, die alle mit ihren individuellen Problemen und Sorgen zu dir kommen und sich dir anvertrauen. Das gibt mir persönlich sehr viel und dadurch wird der Job auch niemals langweilig.

• Leidenschaft zu Tieren leben! Das ist der wohl wichtigste Punkt für mich. Ich liebe Hunde und Katzen und betreue sie aus Leidenschaft. Es macht mich glücklich, wenn ich sehe, dass ich durch mein Training etwas bewegen konnte.

Nachteile im Job

• Risiko der Selbständigkeit! Es kann ein hohes Risiko darstellen, sich selbständig zu machen. Gerade anfangs ist es meist nicht leicht, sich einen Kundenstamm aufzubauen und Rechnungen zu begleichen. Eventuell kann es sein, dass du anfangs Schulden machen wirst. Viele Selbständige haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich dies nach der ersten Eingewöhnungsphase wieder legt.

• Hohe Eigenverantwortung! Die flexible Zeiteinteilung ist nicht für jeden gemacht. Es kann zu langen Arbeitstagen kommen, an denen du nicht nur mit Kunden zu tun hast, sondern auch Abrechnungen und andere mehr oder weniger spaßige Dinge machst. All das gehört eben auch dazu.

Aber: Nichtsdestotrotz kann ich dir den Job uneingeschränkt empfehlen. Mir macht es unglaublich viel Spaß, als Tiercoach zu arbeiten und wenn du Hunde und Katzen liebst, wird es dir sicherlich genauso gehen.

Was man in den Beruf mitbringen sollte:

Da du die meiste Zeit mit dem Menschen arbeitest, solltest du diese auch mögen.

Offenheit, Kontaktfreudigkeit und die Freude, jemandem etwas beizubringen, sind Grundvoraussetzungen für diesen Beruf.

 

Abgesehen davon solltest du folgende Dinge mitbringen:

 

  • die Liebe zum Tier
  • innere Ausgeglichenheit
  • Wortgewandtheit
  • analytischeKompetenz
  • Interesse an Biologie, Tiermedizin und Verhaltensforschung
  • soziale Kompetenz

 

Ich habe mich für den Beruf als Katzen- und Hundetrainerin entschieden und habe diesen Schritt kein einziges Mal bereut. Die Arbeit mit den Tieren und ihren BesitzerInnen ist für mich kein reiner Moneyjob, sondern echte Leidenschaft. Wenn ich sehe, dass ich meinen zwei- und vierbeinigen KundInnen etwas Gutes tun und ihnen langfristig helfen kann, macht es mich unglaublich glücklich. Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick in das Leben als Tiercoach geben. Wer weiß, vielleicht sind wir ja bald Kolleginnen? 🙂

ÜBER DIE AUTORIN, JANA:

Ich habe meine Leidenschaft, mit Vierbeinern und deren Lebensmenschen zu trainieren und sie zu coachen, zum Beruf gemacht. Seit dem Jahr 2014 bin ich als selbständige Hunde- & Katzentrainerin tätig. Durch meine individuelle, effiziente und lösungsorientierte Trainingsweise habe ich bereits zahlreiche Erfolge verbucht und so meinen Teil zu etlichen glücklichen Mensch-Tier-Beziehungen beigetragen. Ich unterstütze die Menschen bei jedem Schritt auf ihrem Weg zu einem selbstständigen, lösungsorientierten und freudvollen Umgang mit ihrer Fellnase..

 

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