Heilkräuter für Welpen und Hunde im Wachstum

von | Mrz 29, 2019 | Hunde-Blog, Naturheilkunde für Hunde

Von einem Hundewelpen geht eine besondere Faszination aus – wenn wir diese kleinen, knuddeligen Wesen sehen, können wir gar nicht anders – wir sind verliebt. Mit ihrem kuscheligen Aussehen und ihrer enormen Lebensfreude ziehen sie uns alle in ihren Bann!

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So entwickelt sich der Welpe:

 

Der Welpe wird für drei bis fünf Wochen von seiner Mutter gesäugt, danach kann langsam mit einem welpengerechten Futter begonnen werden. Die kleinen Welpen werden neugierig, sie beginnen, ihre Umgebung zu erforschen. Alles ist für sie neu und interessant.

Im Alter von drei bis acht Wochen befinden sie sich in der Prägephase, lernen extrem viel Neues kennen, von ihrer Mutter, aber auch von uns Menschen. Wir zeigen ihnen viele unterschiedliche Dinge, um sie so gut es geht auf ihre Zeit als erwachsener Hund vorzubereiten. Jede noch so kleine Aufgabe ist für den Welpen eine riesige Herausforderung, denn er muss ja wirklich alles erst lernen. Auch wir können an dieser Herausforderung wachsen – gemeinsam können wir mit dem Hundebaby die Welt neu entdecken – Kleinigkeiten, die wir vorher gar nicht wahrgenommen haben, sind auf einmal wichtig und bedeutsam.

Von der achten bis zur 16. Lebenswoche befindet sich der Welpe in der Sozialisierungsphase. Der Anfang dieser Phase ist auch der Zeitpunkt der Abgabe an den zukünftigen Besitzer, die Trennung von der Mutter. Zwischen der Sozialisierungsphase und der nächsten, der Rangordnungsphase (13. bis 20. Woche), findet auch der Wechsel vom Welpen zum Junghund statt. All diese Zeiten sind nicht auf den Tag genau zu benennen. Es ist eher ein Ineinanderverschwimmen. Die Persönlichkeit des Hundes hat darauf Einfluss, so wie auch die Rasse. Die einen wachsen schneller als andere, sind eher erwachsen, manche brauchen etwas länger.

Die Welpen/Junghunde lernen sehr schnell, Positives wie Negatives. Es ist immer gut, wenn man sich gerade in den Anfangsphasen einen kompetenten Trainer ins Boot holt. Die Pubertät dauert etwa vom sechsten bis zum 15. Monat des Junghundelebens, danach kommt noch die Rüpelphase vom zwölften bis zum 24. Lebensmonat. Die Pubertät ist auch die Zeit, in der der Hund vom Junghund zum adulten Hund wird.

Mutter Natur hat uns einige Kräuter geschenkt, die wir in diesen wirklich wichtigen Monaten mit den Hunden zur Unterstützung anwenden können. Das Leben des Welpen ist ein Wechselbad der Gefühle – von einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne, wo der Hund aktiv mitarbeitet, wechselt es in eine wilde Überdrehtheit – bei uns sagt man, der Hund hat seine narrischen fünf Minuten. Darauf folgt ein Tiefschlaf, in dem der Hund alles Erlebte verarbeitet und Kraft für die nächste Runde sammelt.

Wenn wir das Leben des Welpen Schritt für Schritt anschauen, dann brauchen wir vermutlich als Erstes etwas, um dem Welpen die Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause zu erleichtern. Für ihn ist alles neu. Er kommt von seiner Mutter und seinen Geschwistern weg, hat auf einmal keine Spielkameraden und keine Kuschelfreunde mehr. Er ist ganz alleine und hat nur mehr seine neuen Besitzer, die Umgebung ist anders, alles riecht anders, sieht anders aus.

Dem Welpen gegenüber ist es fair, wenn wir uns für diese Zeit Urlaub nehmen, um ihn so gut wie möglich zu unterstützen, auch sollten wir ihn am Anfang nicht alleine lassen. Das ist er nicht gewöhnt und es hat sich so schon genug verändert in seinem Leben. Manche Welpen finden diese vielen Veränderungen nicht weiter tragisch, sie sehen all diese als großes Spiel. Andere wiederum leiden sehr. Diese Hunde können wir mit folgenden Kräutern gut unterstützen:

 

Heilkräuter und Aromaöle gegen Stress bei Welpen

 

Leidet der Welpe unter Stress (Trennung von der Mutter, neue Umgebung, neue Menschen, neue tierische Mitbewohner, Reizüberflutung, ... auch Angst kann Stress verursachen!) können wir sie mit dem ätherischen Öl von Baldrian, Lavendel, Hopfen, Johanniskraut, Kamille, Salbei, Sandelholz oder Schafgarbe positiv unterstützen. Wir können dazu eine Duftlampe oder einen Diffuser verwenden, auch ein Aromastein ist eine gute Sache. Auch können wir ein Kuscheltier mit einer Mischung aus dem ätherischen Öl und Wasser besprühen. Da kann der Welpe sich aussuchen, ob er damit kuscheln möchte. So können wir ein klein wenig Entspannung in diese wohl aufregendste Zeit des jungen Hundes bringen - Heilkräuter sei Dank.

 

 

Heilkräuter beim Gassigehen?

Das nächste „Problem“ eines Welpen ist die Sache mit dem Pipimachen. Es dauert seine Zeit, bis der Zwerg seine Blase unter Kontrolle hat. Auch das ist von Hund zu Hund verschieden. Der Welpe muss auch in der Nacht aufs WC, danach hat er nicht immer Lust, gleich wieder weiterzuschlafen. 😉

Wir müssen uns auf eine sehr intensive Zeit einstellen, wenn wir uns einen Welpen in die Familie holen. Je mehr wir auf den Hund und seine Besonderheiten eingehen, umso mehr Freude werden wir später mit ihm haben. Das „kleine Geschäft“ ist eine Frage des Managements – auch die Geduld von uns Menschen ist hier gefragt. Doch es gibt auch andere WC-Problemchen, die der Welpe haben kann. Auch wenn wir das utter verwenden, das uns der Züchter empfohlen hat und der Hund es bei ihm gut vertragen hat, kann es sein, dass sich das mit dem Umzug ändert.

Hier ist wieder der Stress der Umgewöhnung ein möglicher Auslösefaktor, aber auch das Wasser kann hier eine Teilschuld haben und der Welpe kann mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung reagieren.

 

Welche Heilkräuter dem Hund hier helfen:

 

Dosierung: bis 10 kg Körpergewicht ca. 1 bis 2 g pro Tag.

Blähungen: Anis, Baldrian, Dill, Schafgarbe, Kümmel, Löwenzahn, Liebstöckel und Majoran können Linderung verschaffen, wir sollten aber eine Futteranpassung beim jungen Hund und Welpen ins Auge fassen.

Durchfall: Bei Durchfall sollte immer auch ein Tierarzt miteinbezogen werden! Wir können dem Hund Heilkräuter wie Eibisch, Majoran, Spitzwegerich und Schafgarbe anbieten, (getrocknete) Heidelbeeren und auch die Dr. Moro Suppe kann hier gut helfen! Mehr Heilkräuter-Tipps bei Durchfall findest du hier: Heilkräuter bei Durchfall.

Verstopfung: 1⁄2 bis 1 Teelöffel pro 10 Kilogramm Körpergewicht Leinsamen oder Flohsamenschalen in reichlich Wasser aufgequollen können den Kot geschmeidiger machen. Bitte gut quellen lassen, um keinen Darmverschluss zu riskieren! Hier können Heilkräuter wie Fenchel, Borretsch, Kümmel, Oregano und Hagebutten dem Hund gut helfen. Einen eigenen Blogaritkel rund ums Thema Verstopfungen haben wir ebenfalls geschrieben. Hier klicken >> Verstopfungen beim Hund.

Blasenentzündung: Eventuell kann der Welpe auch eine Blasenentzündung bekommen (TA!). Die können wir an ständigem Harndrang erkennen, der Welpe kann auch Schmerzen beim Harnlassen zeigen. Linderung können Wacholder, Brennessel, Kamille und Salbei bringen. Wir haben hierzu aber einen eigenen Blogartikel verfasst, wo du noch mehr natürliche Tipps zum Thema Blasenentzündungen beim Hund findest.

 

Die jungen Hunde können ihren Körper noch nicht so gut kontrollieren. Wir müssen sein Verhalten gut beobachten und den Unterschied zwischen Geplänkel und Krankheit erkennen lernen. Hat der Hund keine Zeit, um sein Geschäft draußen zu verrichten? Oder hat er dabei Schmerzen, kann er es vielleicht nicht so lange halten? Wenn wir unsicher sind, ist der Weg zum Tierarzt und zum Hundetrainer ein guter – in erster Linie brauchen wir Geduld mit den kleinen Schätzen. Je mehr Geduld und Liebe wir ihm entgegenbringen, umso mehr Freude werden wir in der Zukunft mit dem Welpen haben.

 

 

Heilkräuter bei Zahnweh auch für den Hund:

 

  Die winzigen Welpenzähne blitzen aus dem Maul hervor – kurz bevor der Welpe diese in unsere Finger bohrt. Er hat keine Beißhemmung, wenn wir ihn im Spiel mit seinen Geschwistern beobachten, dann geht’s da zum Teil ziemlich ruppig zu. Wir Menschen mit der empfindlichen Haut ohne Fell können das nicht so gut vertragen, vor allem wollen wir das ja auch gar nicht! Denn wenn der Hund erwachsen wird, könnte er uns dabei wirklich ernsthaft verletzen.

Der Welpe zwickt im Spiel, er kaut auf unseren Händen herum, auch ein Hosenbein oder ein Tischbein muss manchmal herhalten, auch der Zahnwechsel ist für manche Hunde nicht ganz einfach. Neben dem Abgewöhnen können wir dem Welpen auch Alternativen wie weiche Kauartikel wie getrocknete Hühnerhälse, Pansen oder Lunge anbieten. Mit festen Dingen wie Knochen oder Hirschgeweih sollten wir bis nach dem ersten Geburtstag warten, bis die Zähne wirklich fest und gut verankert sind. Wir sollten unserem jungen Hund daher regelmäßig ins Maul schauen.

Als Training für die Zukunft und um die Beißerchen im Auge zu behalten. Wackelzähne können den Hund stören, sie erledigen sich aber meist von selbst. Wenn die Zähne anfangen, in die falsche Richtung zu wachsen oder an den falschen Stellen durchs Kiefer brechen, müssen wir den Welpen unbedingt dem Tierarzt vorstellen. Zahnhygiene gehört beim Welpen wie beim erwachsenen Hund dazu, so wie bei uns Menschen. Und trotzdem kann es einmal passieren, dass er eine Zahnfleischentzündung bekommt.

Hier ist wichtig, dass wir als erstes einen Fremdkörper im empfindlichen Zahnfleisch ausschließen. Sollte aber doch einmal eine Entzündung entstehen, können wir mit Heilkräutern wie Hagebutten, Brombeerblättern, Oregano, Rosmarin und Salbei dem Welpen bzw. Junghund Linderung verschaffen.

Heilkräuter die das Hunde-Immunsystem stärken

 

Das Immunsystem stärkt und reguliert die Abwehrkräfte des Welpen/Junghundes. Eine gesunde, kräftige Hündin wird Welpen werfen, die gut beisammen sind und ein gut funktionierendes Immunsystem haben und mit gestärkten Abwehrkräften gut ins Leben starten können. Durch den Umzug ins neue Zuhause, die vielen Eindrücke, die der Welpe sammelt, und die anstehenden Treffen des Junghundes mit anderen Hunden und deren „Krankheiten“, kann das Immunsystem strapaziert werden.

Die Abwehrkräfte können nicht mehr so gut arbeiten. Um dies zu verhindern, helfen uns Heilkräuter wie Löwenzahn, Liebstöckel, Majoran, Oregano, Minze, Beeren wie Brombeere, Heidelbeere und Himbeere sowie die Hagebutte.

Fazit:

Mit viel Liebe, Geduld, Gefühl und einer guten Kräutersammlung können wir dem Welpen zu einem guten Start ins Leben verhelfen. Wir können ihn auf seinem Weg zum Junghund unterstützen und ihm so viel Gesundheit, Kraft und ein gut funktionierendes Immunsystem mitgeben. So haben wir einen gesunden, starken vierbeinigen Partner an unserer Seite, mit dem wir viel Freude haben werden!

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Hallo! Ich bin Paulina!

Ich bin zertifizierte Hundeenährungsberaterin, Mutter einer wundervollen Tochter und treue Begleiterin meines Seelenhund Balou. Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, Hunde mit der richtigen Ernährung und der Kraft unserer Natur zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen. So konnte ich schon Balous Leben vor 5 Jahren retten. Der Grund, warum es die Dogtisch Academy gibt und du jetzt diesen Artikel liest.

Autorin - Paulina Adamczyk


Als zertifizierte Heilkräuter-, Vitalpilz- & Aromaöl-Beraterin für Hunde ist es mir eine Herzensangelegenheit, Hundebesitzern mehr Wissen über unsere Natur näher zu bringen. Das ist mein persönliches "Warum" für diesen Blogartikel. Noch mehr dazu lernst du in unserer Online-Ausbildung.

 

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