Kräuter für den BARF Futternapf

Für alles - auch den Hund - ist ein Kraut gewachsen

Auch Kräuter sind sehr wertvolle Bestandteile für deinen Hund. Sie sind zwar nicht unbedingt essentiell, aber dennoch haben sie als Ergänzung im Futternapf absolute Berechtigung. So wie für uns Menschen Kräuter in der Küche eine große Rolle spielen, können wir sie auch für unsere Vierbeiner nutzen. Allerdings sind Kräuter weniger für den Geschmack der Futterration gedacht, sondern eher dafür weitere Inhaltsstoffe zu integrieren.

Kräuter haben bei uns Menschen eine lange Tradition in der Nahrung. Es ist durch Funde von steinzeitlichen Gräbern erwiesen, dass Kräuter schon immer eine große Rolle in unserer Geschichte gespielt haben. Selbst der gute alte „Ötzi“ hatte Kräuter bei sich. Und auch die Tierwelt macht sich Pflanzen zunutze, was durchaus dafür spricht, dass der Verzehr einen Sinn hat. Du hast mit Sicherheit schon erlebt, dass dein Hund hier und da nach frischem Gras sucht und dieses frisst. Oft machen sich die Hundebesitzer Sorgen, weil sie meinen, der Hund ist krank. Zwar kann es sein, dass dem Hund etwas fehlt, aber meistens ist diese Angst unbegründet.

Auf jeden Fall möchte ich dir in diesem Artikel einiges mitgeben, was du für die Barf- Küche nutzen kannst. Hier ist zu unterscheiden, ob du einfach nur die Rationen um weitere Inhaltsstoffe ergänzen möchtest, oder ob du bestehendes Unwohlsein, damit beheben möchtest. Wenn du schon andere Artikel über Kräuter gelesen hast, weißt du ja bereits, dass Kräuter -und zwar alle Kräuter- eine Wirkung auf den Körper haben. Und es ist wichtig zu wissen, welche Wirkung das ist, denn auch wenn es nur ein geringer Bestandteil der Futterration ist, so kann man hier tatsächlich viel falsch machen, aber zum Glück kannst du zukünftig hier ganz viel richtig machen. Ich wünsche dir viel Spaß bei dieser Einführung in die Barf-Kräuterwelt!

 Kräuter, die kleinen Vitaminbomben! 

Und eigentlich können sie noch viel mehr, denn sie enthalten nicht nur Vitamine, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Jetzt wäre es sicher etwas viel, hier alle Inhaltsstoffe von allen denkbaren Kräutern zu beschreiben, das wäre eine ganze Ausbildung für sich und würde unmöglich in einen Blogartikel passen, aber ich möchte dir zumindest einiges über die Wirkung der verschieden Kräuter erzählen und auch darauf eingehen, an welcher Stelle dein Hund ein Kraut nicht bekommen sollte. Wenn du einige wichtige Regeln beachtest, steht der Nutzung von Kräutern im Futternapf nichts mehr im Wege.

 

Aller Anfang ist (nicht) schwer

Das große Angebot an Kräutern macht es uns nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen, was ins Futter soll und was nicht. Außerdem ist es wichtig zu wissen, was dein Hund verträgt und noch viel wichtiger ist es zu wissen, was der Hund nicht verträgt. Wir wissen ja, dass auch Hunde Unverträglichkeiten haben können. Außerdem sind manche Kräuter bei schwangeren Hündinnen, Welpen oder bei bestimmten Erkrankungen nicht nur nicht geeignet, sondern können deinem Hund sogar schaden. All dieses möchte dir näher bringen, damit du sicher bist, das Richtige zu füttern. Schritt-für-Schritt gehen wir im Folgenden alles durch und am Ende bekommst du eine Auflistung der wichtigsten Kräuter für den Futternapf. Wenn du mehr wissen möchtest und tiefer in die Welt der Kräuter einsteigen möchtest, dann wäre vielleicht die Heilkräuterausbildung für Hunde etwas für dich. Hast du Lust? Dann klick hier.

 

Es kann losgehen!

Fangen wir damit an, wo man seine Kräuter am Besten herbekommt. Denn schon hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Gehörst du zu den Jägern und Sammlern, die sich in Wald, Feld und Flur tummeln und sich schon prima im Bestimmen von Kräutern auskennen? Möchtest du deine Kräuter fertig kaufen? Oder hast du einen Balkon oder Garten und möchtest selbst etwas anpflanzen? Welche Möglichkeit du wählst, um an die Heilkräuter zu kommen ist eigentlich ganz egal. Wichtig ist, dass es in deinen Alltag passt und du dir das Leben nicht unnötig schwer machst.

 

 

Möglichkeit 1:

Du suchst dir einen Barf-Shop, Kräuterladen oder Online-Anbieter. Hier kannst du aus einem nahezu unerschöpflichen Angebot wählen. Das Internet ist voll mit guten Anbietern für Kräuter. Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt und von Petersilie bis zu ganz exotischen Sorten kannst du dich hier richtig austoben. Voraussetzung ist natürlich, dass du mit der Wirkung deiner gewählten Kräuter vertraut bist. Am Anfang macht es aber Sinn, sich mit den von mir hier vorgestellten Kräutern zu begnügen, aber da denke ich ist für dich auf jeden Fall etwas dabei.

Hast du einen tollen Laden gefunden, der auch Kräuter verkauft? Dann nix wie hin, denn auch hier dürftest du ein reichhaltiges Angebot an Kräutern für deinen Hund finden. Außerdem ist der Duft in diesen Geschäften schon allein eine Reise wert.

 

Wenn du deinen Hund barfst, hast du sicher schon die Fühler nach einem Barf-Shop ausgestreckt. Inzwischen gibt es viele sehr gut sortierte Läden, die auch Kräuter im Angebot haben. Praktisch ist, dass du dich hier am Anfang beraten lassen kannst. So bekommst du auch gleich noch etwas Wissen mit, um die Auswahl der Kräuter genau auf deinen Hund abzustimmen.

 

Möglichkeit Nummer 2

Willst du deine Heilkräuter selbst anbauen, so kommt es natürlich darauf an, wie intensiv du dich damit beschäftigen möchtest. Jede Pflanze hat andere Ansprüche an Boden, Platz, Licht sowie Wasser- und Nährstoffversorgung. Einige Kräuter sind eher anspruchslos und auch für Einsteiger geeignet, während man für andere schon fast ein kleines Studium benötigt, damit die kleinen Mimosen wachsen und gedeihen.

Am Besten fängst du mit einigen Heilkräutern an, die nicht so schwierig aufzuziehen sind. Lass dich auch hier beraten. Es gibt gute Gärtnereien, die dich kompetent beraten können. Aber auch hier kannst du online einkaufen. Achte immer auf gute Qualität, damit du Erfolg hast mit deinem eigenen Kräuterprojekt. Hast du schon Kräuter selbst angepflanzt? Hast du ein schönes Foto davon? Ich freue mich, wenn du es uns zeigst, also immer her damit! Aber auch wenn du Fragen hast, dann schreibe sie in die Kommentare, sie helfen dir und den anderen Teilnehmern, mehr über Kräuter zu erfahren.

 

Möglichkeit Nummer 3

Wenn man seine Kräuter selbst sammeln möchte, dann wird es schon etwas aufwändiger. Zunächst muss man die Kräuter kennen, die man sammeln möchte. Verwechslungen sind sonst vorprogrammiert und können fatale Folgen haben. Ein gutes Beispiel dafür sind Acker- und Sumpfschachtelhalm. Während der Ackerschachtelhalm in der Naturheilkunde ein ganz großartiges Mittel ist, gilt das so für den Sumpfschachtelhalm nicht. Er hat Inhaltsstoffe, die deinem Hund schaden können und eine Verwechslung wäre katastrophal. Na, kennt jemand den Unterschied, an dem sogar manchmal Profis verzweifeln?

 

Manche Pflänzchen halten sich nämlich gar nicht an die eigenen Regeln und wachsen nicht dort, wo man sie vermutet oder sie denken sich andere Fallen aus, die eine Bestimmung erschweren können. Also sei auf der Hut und sammle nur das, wo du dir wirklich sicher bist. Schließlich wollen wir unseren Vierbeinern etwas Gutes tun und ihnen nicht schaden. Eine spannende und lehrreiche Möglichkeit den Kräuterhorizont zu erweitern ist es an einer Kräuterwanderung in deiner Umgebung teilzunehmen. Hast du schon an einer Kräuterwanderung teilgenommen?

ür den Fall, dass du selbst Kräuter sammeln möchtest, musst du dir auf jeden Fall einiges Wissen im Vorfeld aneignen. Wie bereits beschrieben, solltest du die Kräuter sicher bestimmen können. Aber es gibt noch einiges mehr zu beachten. Ich möchte an dieser Stelle etwas tiefer einsteigen, weil ich es wirklich wichtig finde, dass du hier das richtige Handwerkszeug bekommst.

Auch Kräuter haben ihre Saison. Eine gute Orientierung, wann man welches Kraut füttern sollte ist tatsächlich, wann diese bei dir wachsen. Die Natur hat sich da echt etwas bei gedacht, warum manche Pflanzen im Frühling und andere eher im Herbst gesammelt werden sollten. Natürlich kann ich selbst im Winter noch Kräuter finden, aber ihre Heilkräfte sind dann einfach nicht so stark, wie in ihrer Hauptvegetationszeit. Nicht umsonst finden wir im Frühling in Hülle und Fülle Kräuter in der Natur, die den Stoffwechsel anregen, entgiften, entschlacken und uns fit machen nach der langen dunklen Jahreszeit. Sie alle helfen uns und unseren Hunden den Winter abzuschütteln und den Vitaminvorrat aufzufüllen. Kräuter sind oft richtige Superfoods und werden in der Naturheilkunde nicht umsonst eingesetzt.

Ebenfalls sehr wichtig ist außer der richtigen Jahreszeit auch die richtige Tageszeit. Ganz früh am Morgen sollte man Kräuter nicht sammeln, da zumeist noch zu viel Tau auf den Blättern und Blüten liegt. Auch abends ist eine Sammlung nicht so sinnvoll, da auch Pflanzen abends nicht mehr so viel Energie haben- ähnlich wie bei uns Menschen auch. Die beste Zeit ist zwischen 9.00 Uhr morgens und 16.00 Uhr nachmittags.

Auch solltest du vermeiden an trüben Tagen oder bei nassem Wetter sammeln zu gehen. Zu viel Feuchtigkeit mindert den Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Am Besten sammelst du die Kräuter an sonnigen Tagen, so dass du die volle Energie der Pflanze mitnehmen kannst.

 

 

Die Pflanzen, Blüten, Blätter und Wurzeln sollten auf jeden Fall nicht zu alt sein. Einige Pflanzen sind tatsächlich nur jung zu genießen, andere sollten nur vor der Blütezeit geerntet werden, da sie später Inhaltsstoffe enthalten, die wieder nicht so gesund oder eben auch schädlich sein können.

Ganz wichtig ist es auch darauf zu achten, dass die Pflanze unbeschädigt ist und nicht bereits schimmelt. Und natürlich solltest du nur dort sammeln, wo möglichst wenig schädliche Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Auch die städtische Hundetoilette sollte man meiden und sich lieber in abgelegene Ecken begeben.

Und natürlich sollten die geernteten Pflanzenteile nicht verschmutzt sein.

Zu guter letzt möchte ich noch auf das Sammeln nach Mondphasen hinweisen. Die Wirkung der Mondphasen ist inzwischen erwiesen und der Einfluss auf den Körper und auch auf die Pflanzen ist ganz wesentlich zu beachten. Ebbe und Flut zeigen auch sehr eindrucksvoll, was Erde und Mond in ihrem Zusammenspiel bewirken können und so gilt das auch für den Rest der Natur. Als grobe Faustregel kann man sich sehr gut merken, dass je voller der Mond wird, auch die Kraft in die Blätter und Blüten der Pflanzen steigt. Nimmt der Mond ab, werden die Pflanzensäfte wieder zurück in die Wurzeln gezogen. Du kannst dir also merken, dass die oberen Pflanzenteile am Besten bei zunehmendem oder Vollmond gesammelt werden sollten und bei abnehmendem bzw. Neumond die Wurzeln. Gar nicht so schwierig, oder?

Die Qual der Wahl

Nun hast du die verschiedenen Möglichkeiten kennengelernt, wie du Kräuter bekommen kannst, aber die Wahl der Kräuter ist natürlich auch ganz entscheidend. Es gibt kein Kraut ohne Wirkung. Hier möchte ich noch kurz einwenden, dass wenn ich von Kraut oder Kräutern spreche, ich alle möglichen Pflanzenteile meine. Es können Blüten, Blätter, Nadeln, Früchte, Beeren, Nüsse, Rinden, Hölzer, Pflanzensäfte und Wurzeln verwendet werden. Je nach Kraut haben diese eine ganz unterschiedliche Zusammensetzung der Wirkstoffe und auch in der Anwendungsweise. In der Kräuterkunde spricht man nicht umsonst von einer Droge, da immer eine medizinische Wirkung zu beachten ist. So gibt es Kräuter, die anregend wirken und andere die entspannen. Du solltest dir daher bewusst sein, dass manche Kräuter gegenteilige Wirkungen haben und dir sicher sein, dass eine gleichzeitige Gabe sinnvoll und förderlich ist.

Desweiteren ist unumgänglich auf eine hohe Qualität zu achten. Auch im Bereich Kräuter gibt es inzwischen haufenweise Billiganbieter, die nicht sehr viel wert darauf legen, dass die Kräuter ihre Zeit zum Wachsen haben und nicht mit Giften behandelt werden. Und wie oben beschrieben kann man schon beim Sammeln einiges falsch machen. Es wäre doch sehr schade, wenn ein gut gemeinter Ansatz so zunichte gemacht würde. Wähle also sorgfältig und zahle lieber einen Euro mehr, als minderwertige Produkte zu verwenden.

Auch bei deinen selbst geernteten Kräutern solltest du darauf achten, dass sie nach der Ernte schonend verarbeitet werden. Sorgfältiges Auswählen der Pflanzenteile, schonendes Trocknen, Einfrieren, Pressen oder was auch immer sorgen für eine gute oder eben eine schlechte Qualität.

 

Wie kommen die Kräuter in den Barf Napf?

Und schon wieder musst du entscheiden. Dieser Punkt hängt ganz wesentlich von dir und deinem Hund ab. Hast du einen Hund, der alles futtert, was du ihm vorsetzt und hast du viel Zeit, um dich mit den Barf-Kräutern zu beschäftigen, dann hast du es relativ leicht. Schwieriger wird es bei einem Vollzeitjob um welchen sich außer zwei kleinen Kindern, Haus und Hof auch noch ein Prinzessin-auf-der-Erbse-Hund gesellen. Deshalb auch hier noch einmal der Hinweis, dass alles was du hier mit auf den Weg bekommst in deinen Alltag passen muss. Es ist wirklich überhaupt nicht schlimm auf eine gute Fertigkräutermischung aus dem Barf-Shop zurück zu greifen. Allein die Tatsache, dass du dir jetzt und hier diesen Artikel durchliest macht dich schon kompetenter als 90 % aller Hundebesitzer.

Es gibt auf jeden Fall verschiedene Möglichkeiten deinem Hund mit Heilkräutern im Napf zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Hat dein Hund kein Problem damit die Kräuter einfach mit zu fressen, musst du dir weniger Gedanken machen. Für Hunde, die das kleinste „Extra“ im Napf wittern und dann die Mahlzeit verschmähen wird es schon schwieriger. Hier ist ein bisschen Kreativität gefragt. Möglicherweise kommst du mit einem Aufguss weiter. Hier werden die Kräuter mit heißem Wasser wie bei einem Tee übergossen und nach einer entsprechenden Ziehzeit der Futterration beigemengt. Wurzeln werden oftmals gekocht, um die Inhaltsstoffe zu lösen. Ebenfalls möglich sind Kaltauszüge, bei denen die Droge meist über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht wird. Welche Art der Zubereitung du auch wählst, immer sollten die Komponenten bei Zimmertemperatur gefüttert werden.

 

Abwechslung ist das Zauberwort

Wie auch bei allen anderen Bestandteilen der Futterration sollte auch bei den Kräutern Abwechslung sein. Zum einen ist es wichtig, den Hund nicht an ein Kraut zu gewöhnen, da es bei längerer Gabe zu einer Gewöhnung kommt. Das Kraut hat dann nicht mehr eine so gute oder vielleicht auch keine Wirkung mehr, wenn wir es als Heilkraut verwenden wollen. Zum anderen sind manche Kräuter sogar schädlich, wenn sie zu lange gegeben werden. Alle 3-4 Wochen sollten die Kräuter gewechselt werden. Damit ist gewährleistet, dass wir einen genügend langen Zeitraum haben, um die Heilkraft der Pflanze zu nutzen. Und wir schließen aus, dass der Hundekörper sich daran gewöhnt und eine Heilwirkung nicht mehr erzielt werden kann. Das schöne daran ist, dass du so immer wieder neue Kräuter ausprobieren kannst und mit der Zeit ein schönes Repertoire für dich und deine Fellnase finden wirst.

 

Die Kräuterkur

Viele Kräuter sind prima geeignet, um als Kur angewendet zu werden. So können wir bald im Frühling die ersten frischen Kräuter nutzen, die im Barfnapf für einen guten Fellwechsel, einen stabilen Stoffwechsel und zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe Sorge tragen. Hat man sich hier für eine passende Mischung entschieden, so steht dem Frühling auch im Hundekörper nichts mehr im Wege. Und gleichzeitig kannst du auch dir etwas Gutes tun, denn die Kräuter sind auch für dich eine großartige Unterstützung gegen die berühmte Frühjahrsmüdigkeit. In Kombination mit viel frischer Luft und Bewegung an der selbigen, wirst du gleich viel fitter.

Bei der Wahl der Kräuter für eine Kur ist unbedingt zu beachten, dass es auf keinen Fall sinnvoll ist 10 verschiedene Bestandteile zu wählen. Eine Mischung aus drei bis fünf verschiedenen Heilkräutern ist absolut ausreichend und auch sinnvoll, sonst wird der spätere Wechsel auf eine andere Mischung auch schwierig, da irgendwann die Auswahlmöglichkeiten nicht mehr so groß sind. Im Übrigen ist es immer gut noch ein bis zwei Kräuter im Kopf zu haben, die man als Gabe bei kleineren Wehwehchen nehmen kann. Ich spreche auch hier wieder nur von der Unterstützung bei kleineren Problemen, da ich kein Tierarzt bin und medizinisch keine Ratschläge geben darf. Aber sehr wohl kann ich auf die Wirkweisen verschiedener Kräuter hinweisen, die für dich eventuell eine Option sein könnten.

 

Die wichtigsten BARF-Kräuter

Jetzt kommt die versprochene Auflistung der wichtigsten Heilkräuter, die du in der Barf-Fütterung nutzen kannst. Lies dir gut durch, welche Wirkung die einzelnen Kräuter haben und achte unbedingt darauf, wann sie nicht eingesetzt werden sollten. Wenn am Schluss noch Fragen offen bleiben, dann schreibe sie wie immer gern in die Kommentare. Vielleicht habe ich ja auch genau dein Lieblingskraut vergessen, ich freue mich über Feedback!

Natürlich kann die Liste hier nicht alle Heilkräuter enthalten, aber die liebe Paulina hat ja schon hier und da ganz großartige Buchtips gegeben. Ich gebe hier einen kleinen Einstieg, der dich in die Lage versetzen soll in die Kräuterküche beim Barfen zeitnah einsteigen zu können. Du wirst sehen, irgendwann kannst du eigene Mischungen kreieren und kreativ werden. Lass das Dogtisch-Rudel daran teilhaben! Wir freuen uns darauf!

Heilkräuter

Wirkung & Anwendung

Basilikum 🌿

Appetit- und verdauungsanregend, bei Atemwegserkrankungen,, Blähungen, Halsschmerzen, Harnwegsinfektion

Verwendet werden die Blätter

Brennnessel 🌿

Mildert Allergiesymptome, hoher Gehalt an Vit C, K und B, harntreibend, verdauungsanregend, bei Hauterkrankungen für Entschlackungskuren.

Manche Hunde reagieren allergisch auf Brennnessel. Nicht bei Hunden mit Herzschwäche anwenden.

Eibisch 🌿

Wird vor allem bei Erkältungen der oberen Atemwege unterstützend angeboten. 
Wirkt entzündungshemmend und   schleimhautschützend. Weibisch enthält Schleimstoffe, die sich schützend auf Schleimhäute legen können.

Fenchel 🌿

Wirkt krampflösend und beruhigend auf Magen-Darm – Achtung: Manch Vierbeiner könnte sensibel auf Fenchel reagieren. Dosierung gering halten.

Kamille 🌿

Wirkt   entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, verdauungsfördernd, immunstimulierend und auch schmerzlindernd.

Nebenwirkungen:
Allergische Reaktionen 
Kamille ist eine der am häufigsten allergieauslösendsten Pflanzen. Sie darf niemals zur Augenbehandlung verwendet werden.

Lein 🌿

Lindernde Wirkung bei Entzündungen von Magen- und Darm, hauptsächlich bei Verstopfung. Leinsamen in reichlich Wasser einlegen und ziehen lassen. Nicht trocken geben, ein Darmverschluss könnte folgen.

Petersilie 🌿

Appetitanregend, reguliert die Verdauung, Blasenschwäche, Blähungen, Harnwegsbeschwerden und Nierengrieß. Verwendet werden das Kraut und die Wurzeln der Pflanze. Nicht bei trächtigen Tieren anwenden und bei eingeschränkter Funktion der Nieren und des Herzens anwenden.

 

Pefferminze 🌿

Mückenstiche? Pfefferminze wirkt äußerlich angewendet kühlend und kann Juckreiz mindern. Pfefferminze sollte nicht bei Gastritis angeboten werden.

Rosmarin 🌿

Achtung: Rosmarin sollte nur in kleinen Mengen angeboten werden. Es wirkt anregend und belebend.

Im Sommer kann es den Kreislauf ankurbeln.

Salbei 🌿

Bei Zahnfleischbeschwerden, Halsschmerzen, Nasen – und Ohrenerkrankungen und anderen Erkältungskrankheiten.

Möchte Man Salbei verwenden, sollte man sich für die Blätter entscheiden.

Thymian 🌿

Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, verdauungsfördernd, appetitanregend, krampflösend.
Bei Entzündungen des Rachenraum, Atemwegserkrankungen
Schnupfen, Appetitlosigkeit, Magenverstimmungen, Koliken, Gastritis, Wurmbefall und Blähungen.
Thymian wird in Verbindung mit Oregano und Majoran gerne als Kur gegen Giradien angeboten. Hierzu werden die Kräuter mit Buttermilch vermischt und im Kühlschrank über mehrere Stunden gelagert. Nach der Einwirkungszeit, wird diese Mischung löffelweise angeboten.

Fazit

Jetzt hast du einen ganzen Koffer voll mit Handwerkszeug, um den Napf deines Hundes mit wertvollen Kräutern zu ergänzen. Wie du siehst, ist das gar nicht so schwer, wenn man einige Grundregeln beachtet. Ich möchte noch ein paar Worte zur Dosierung loswerden. Es gibt keine festen Angaben, wie viele Barf-Kräuter der Hund futtern darf oder soll. Außerdem kommt es darauf an, was dein Hund verträgt, Größe, Gewicht und Allgemeinzustand spielen eine wichtige Rolle. Es ist fast unmöglich hier feste Mengenangaben zu machen.

Am Anfang solltest du deinen Hund sehr langsam an die neuen Bestandteile gewöhnen und dann langsam steigern. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, dann frag in deinem Barf-Shop nach oder bei deinem Tierarzt.

Ich hoffe, du konntest ein wenig mitnehmen für dich, deinen Vierbeiner und natürlich deine zukünftigen Kunden.

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Über die Autorin, Katrin Wolf

Ich heiße Katrin Wolf, bin im richtigen Leben Sozialpädagogin und Verwaltungsbeamtin und zu mir gehören mein Mann und unsere drei Kinder sowie unsere etwas verrückte Ridgeback-Mix-Hündin Lika. Als Dorfkind bin ich mit Tieren groß geworden und mich haben seit vielen Jahren Hunde, Pferde und Katzen durchs Leben begleitet. Meine Leidenschaft für Kräuter habe ich von meiner Großmutter, die immer einen Schrank voll mit Tee und allerlei Gebräu hatte.

Meine Freunde und auch meine erwachsenen Kinder sind dankbare Abnehmer meiner Teemischungen und ich scheue nicht davor zurück, auch Esstische, Wäscheständer und Bücherregale zum Kräuter trocknen zu benutzen. Ich freue mich dabei zu sein und meine Begeisterung für die Kräuterwelt mit euch zu teilen. 

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