Mehr als nur Floskeln – Spezielles zu Bachblüten

Bei der Bachblüten-Methode wird nach dem Zwiebelprinzip gearbeitet. Dieses besagt, dass du dich von außen nach innen zum Kern des Problems vorarbeitest.

Der offensichtlichste Gemütszustand wird bearbeitet und du arbeitest dich Schicht für Schicht voran, bis du zum Kern des Problems vorgedrungen bist – so wie die Zwiebel immer kleiner wird, wenn du Schale für Schale abnimmst, wird auch das Ungleichgewicht des Hundes immer weniger, immer kleiner.

 

Wie wird das Zwiebelprinzip angewendet?

 

Du möchtest deinen Hund mit den Bachblüten unterstützen. Du gehst auf den Hund ein, stellst seinem Besitzer einfühlsame Fragen und erfährst dadurch eine Menge über deinen Schützling. Dabei kristallisiert sich meist eine Auffälligkeit heraus. Diese wird nun mit einer Bachblüten-Empfehlung angegangen, eventuell schickst du den Hundebesitzer zusätzlich zum Trainer, Ernährungsberater, Fitnesscoach, Physiotherapeuten oder Tierarzt. Oder werde selbst zum Hundeernährungsberater oder -fitnesstrainer.

 

Außerdem machst du einen neuen Termin für ein weiteres Bachblüten-Beratungsgespräch aus. Schließlich arbeiten wir mit dem Zwiebelprinzip: Das bedeutet, die Bachblüten-Empfehlung wird immer wieder angepasst, bis der Kern der Auffälligkeit erreicht ist.

Dies ist vielleicht noch etwas unkonkret. Daher hier ein Beispiel, wie es ablaufen könnte:

Ein Hundebesitzer kommt zu dir und erzählt, seine Hündin sei immer so aggressiv, gegenüber anderen Hunden aber auch gegen ihn selber – besonders, wenn er sie am Rücken streicheln will. Er verstehe überhaupt nicht warum, denn am Anfang war das ganz anders, die Hündin war ein richtiger Schmusebär.

Du empfiehlst der Hündin die Kirschpflaume (bei Aggression gegen Mensch und Tier) und den Holzapfel (lassen sich nicht gerne angreifen).

Die Aussage „Sie will sich am Rücken nicht streicheln lassen, am Anfang war das noch ganz anders“ sollte dich hellhörig machen: Vielleicht hat die Hündin Verspannungen am Rücken? Ein Problem mit den Bandscheiben? Deshalb empfiehlst du außerdem den Gang zum Physiotherapeuten oder Tierarzt und vereinbarst einen neuen Termin.

Beim zweiten Beratungsgespräch erzählt dir der Hundebesitzer gleich voller Freude, dass die Hündin Verspannungen am Rücken hatte, die jetzt gelöst sind. Nun lässt sie sich endlich wieder gerne streicheln und ist fast wieder so verschmust wie früher – nur das mit den fremden Hunden ist immer so eine Sache. Manchmal klappt es ganz gut, nur wenn ein Rüde auf sie zukommt, reagiert sie mit Knurren und fletscht die Zähne.

 

Bachblüten Hund

Als Bachblütenberater für Hunde unterstützt du Vierbeiner mit der Kraft der Natur.

 

Folgende Bachblüten könntest du in diesem Stadium der Beratung empfehlen: die Sumpfwasserfeder (empfinden Artgenossen als aufdringlich), die Waldtrespe (Probleme mit Artgenossen) und den Doldigen Milchstern (Schock).

Warum die Sumpfwasserfeder und die Waldtrespe zum Einsatz kommen, dürfte klar sein, aber warum empfehle ich den Doldigen Milchstern? Weil die Verspannung langsam gekommen ist, erst keine Probleme gemacht hat. Dann kam das Treffen eines Rüden beim Spaziergang, er war am hinteren Rücken sehr interessiert und die Hündin empfindet plötzlich dort Schmerzen. Dies spricht für einen Schock, denn vorher zeigte sie noch keine derartige Reaktion.

 

Als Abschlussempfehlung kann dann noch aus der umfangreichen Auswahl der Bachblüten bei Verspannungen geschöpft werden, am besten, man schaut sich die einzelnen Blüten noch einmal genau an und entscheidet dann, welche als Abschluss der Beratung und als Vorbeugung für die nächste Verspannung empfohlen werden kann.

 

Schicht für Schicht werden die Unwohlheiten des Hundes beseitigt. Wichtig ist, in jedem Schritt die Bachblüten-Empfehlungen anzupassen. Indem man nach dem Zwiebelprinzip vorgeht, wird der Hund von allen Seiten positiv unterstützt – und damit ist das Ziel einer Bachblütenberatung für Hunde erreicht!

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Die Sprache der Organe

 

Viele von uns kennen verschiedene Sprichwörter – wir haben sie von klein auf immer wieder gehört: „Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“, „Du solltest das nicht übers Knie brechen“, „Wer nicht hören will, muss fühlen“.

Was haben all diese Sprichwörter gemeinsam? Richtig, sie alle haben einen Bezug zu unseren Organen und verschiedenen Körperstellen und können dir sogar bei der Auswahl deiner Bachblüten helfen! Ich habe die wichtigsten hier für dich zusammengefasst – du kannst diese Fragen sehr gut bei deinen Beratungsgesprächen einsetzen.

 

👀 Augen

Die Augen sind der Spiegel zur Seele. Verschließt der Hund seine Augen vor etwas? Nimmt er über dieses Sinnesorgan zu viel auf? Macht ihn Ärger blind vor Wut? Handelt er kurzsichtig? Möchte er den Dingen nicht ins Auge sehen?

 

🏃‍♀ Bewegungsapparat

Wurde der Hund in die Knie gezwungen? Wird er von etwas/jemandem auf seinem Weg nach vorne gehindert? Kann das Tier seine eigene Geschwindigkeit leben? Hat er keinen guten Stand? Will er etwas übers Knie brechen?

 

Fortpflanzungsorgane

Kann der Hund seine Weiblichkeit/Männlichkeit leben?

 

Haut

Das Kontaktorgan zu seiner Umwelt – fährt der Hund (vor Wut) aus der Haut? Hat er ein dickes Fell oder ist er dünnhäutig? Ist er eine ehrliche Haut? Geht ihm etwas unter die Haut?

 

💓 Herz/Kreislauf

Der Sitz zur Liebesfähigkeit – zu sich selbst und zu anderen. Möchte der Hund sein Herz ausschütten? Ist er durch etwas aus dem Takt geraten? Ist sein Herz gebrochen? Nimmt er sich Dinge zu Herzen?

 

Infektionskrankheiten

Kann der Hund Eindrücke schlecht abwehren? Erregt ihn ständig etwas? Ist er schwächenden Einflüssen ausgesetzt?

 

Leber

Ist dem Hund eine Laus über die Leber gelaufen? Trägt er eine Wut in sich, die er nicht ausdrücken kann? Muss er mit emotionalen und materiellen Giften fertig werden?

 

💨 Lunge

Was/wer raubt dem Hund den Atem? Wem will er etwas „husten“? Will er sich Luft machen? Bedrückt ihn etwas? Ist er schwach auf der Brust? Verschlägt im etwas den Atem? Ist er aufgeblasen? Muss er erst mal richtig durchatmen?

 

Magen/Verdauung

Liebe geht durch den Magen. Liegt dem Hund etwas im Magen? Gibt es etwas, das er nur schwer verdauen kann? Frisst er etwas in sich hinein? Stößt ihm etwas sauer auf?

 

👅 Maul/Rachen

Will der Hund etwas sagen/bellen? Hört niemand zu? Muss er viel schlucken? Möchte der Hund etwas ausdrücken und kann es nicht sagen? Wird ihm nicht zugehört, wird nicht verstanden, was er sagen möchte? Hat er einen Kloß im Hals? Platzt ihm der Kragen?

 

👃 Nase

Kann der Hund jemanden nicht gut riechen? Hat er von etwas die Nase voll? Hat er den richtigen Riecher? Sollte er sich an die eigene Nase fassen? Wittert er Gefahr? Hat er die Nase vorn? Steckt er ständig die Nase in fremder Leute Angelegenheiten?

 

Nieren/Harnapparat

Darf der Hund seine Gefühle ausleben? Geht ihm etwas an die Nieren? Hat oder braucht es einen Partner/Freund/Artgenossen?

 

👂 Ohren

Bekommt der Hund zu viel zu hören? Muss er bei vielen Streits zuhören? Will er einfach nicht zuhören? Hat er zu viel um die Ohren?

 

Rücken/Wirbelsäule/Nacken

Wird dem Hund „das Kreuz gebrochen“? Werden ihm zu viele Lasten aufgeladen? Ist ihm jemand „in den Rücken gefallen“? Muss der Hund etwas aussitzen, was dringend in Angriff genommen werden sollte (Steißbein)? Ist er halsstarrig?

 

Zähne

Beißt sich der Hund durch? Kann er sich nicht durchsetzen? Zeigt er jemandem die Zähne? Kriecht er auf dem Zahnfleisch? Hat er keinen Biss? Muss er ständig die Zähne zusammenbeißen?

 

 

Fazit

 

Du siehst, Sprichwörter sind selten einfach so daher gesagte Floskeln. Versuch mal, im Gespräch mit deinen Hundebesitzern verstärkt auf solche Phrasen zu achten – denn meist verbirgt sich dahinter mehr, als es den Anschein macht!

 

 

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Nicole Lehner

Ich verhelfe nun schon seit Jahren Tieren zu Ausgeglichenheit & Wohlbefinden – dank der verschiedensten Kräften unserer Natur. Doch die Lehre der Bachblüten hat mich schon immer am meisten fasziniert. 🌸 Eine Lehre, die ich an so viele Hundebesitzer und Interessierte weitergeben möchte – in meiner Online-Ausbildung zum Bachblütenberater für Hunde!

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HALLO! ICH BIN PAULINA!

Ich bin zertifizierte Hundeenährungsberaterin, Mutter einer wundervollen Tochter und treue Begleiterin meines Seelenhundes Balou.

Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, Hunde mit der richtigen Ernährung und der Kraft unserer Natur zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen.

So konnte ich schon Balous Leben vor 5 Jahren retten. Der Grund, warum es die Dogtisch Academy gibt und du jetzt diesen Artikel liest.

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