Pfefferminzsirup für Hunde? So geht’s:

Natürliche Heilkräfte für den Wassernapf

Eine Erfrischung von Innen…
Für Hunde und die ganze Familie:

Eine herrliche Erfrischung an einem heißen Sommertag wünschen sich die meisten von uns. Etwas was unseren Kreislauf wieder in Schwung bringt, das Schwitzen ein wenig mindert und ein wohliges Gefühl schenkt. In meinem Rezept möchte ich euch eine Idee vorstellen, wie ihr auf eine ganz natürliche Art und Weise den Körper von innen erfrischen könnt.

Ich möchte euch nicht nur die Anwendungsmöglichkeiten von Pfefferminze vorstellen, sondern auch die Rezeptur für ein herrliches Pfefferminzsirup.

Ein paar harte Fakten zur Pflanze selbst 

Jede Pflanze und somit auch jedes pflanzliche Produkt hat in der Phytotherapie eine einzigartige Aufgabe, die den Hund und seinen Körper unterstützen kann. So auch die Pfefferminze. Der wissenschaftliche Name lautet Mentha piperita und sie gehört zur Gruppe der Lippenblütler. Die verwendeten Pflanzenteile dieser Heilkräuter sind die Blätter, die im Frühjahr noch vor der Blüte geerntet werden. Pfefferminze wächst in den meisten Gärten völlig unproblematisch und wird fälschlicherweise oft in ihrer Wirkung unterschätzt.

Die Wirkung ist durch die enthaltenen ätherischen Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, und Enzyme uvm. sehr hoch und dient im Normalfall nicht zur täglichen Gabe. Wird sie gut vertragen wird sie vorrangig für die Verdauung, bei Blähungen, Brechreiz, Durchfall und Magenschmerzen eingesetzt. Bei Rheuma und Übelkeit kann sie ebenso unterstützen. Sie wirkt antibakteriell, schmerzstillend, krampflösend und beruhigend. Hunde die schlecht schlafen können davon profitieren. Außerdem wirkt sie äußerlich und innerlich kühlend, durchblutungsfördernd und juckreizstillend.

Achtung: 

Wird Pfefferminze nicht gut vertragen, sollte sie auch nicht angeboten werden. Im Regelfall beschreibt man, dass sie nicht bei Sodbrennen bzw. übersäuertem Magen angewendet werden soll. Außerdem sollte sie nur erwachsenen Hunden angeboten werden, da sie in zu hohen Mengen reizend und sogar toxisch wirken kann.

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Das Rezept:

Wundere dich nicht über die Zutaten.
Bevor du anfängst – Lies zuerst das gesamte Rezept durch und dir wird einiges klarer.

Wir brauchen:

10 Stränge frische Minze

1L heißes Wasser

750g Zucker
1Pkg. Zitronensäure

Trichter

1 Flasche, Füllmenge 1L
1 Flasche, Füllmenge 125mL

1 Sieb

1 Schüssel (bitte kein Plastik)

Schritt 1

Lege die Stängel auf deine Küchenplatte und entferne alle Unreinheiten fein säuberlich. Du kannst den Sand abklopfen und verwelkte Abschnitte der Minze entfernen. Die gesäuberten Minzstränge werden nun in eine Schüssel gelegt und mit 1L kochendem Wasser bedeckt und über Nacht stehen gelassen. So dürfen sie ziehen und die wasserlöslichen Wirkstoffe frei lassen.

Schritt 2:

Nachdem die Pfefferminze über Nacht in Wasser ihre Wirkung freisetzen konnten, werden sie nun von dem Wasser getrennt. Also wir sieben das Wasser in ein weiteres Gefäß ab. Die Überreste der Minze werden nun in unserem Fall nicht mehr gebraucht und können entsorgt werden. Wir haben nun nur noch 1 Gefäß mit 1L Pfefferminzwasser vor uns stehen.

Schritt 3

Die Zitronensäure kommt ins Spiel.

Wir überführen nun das Päckchen mit der Zitronensäure in die Flüssigkeit und rühren so lange bis sie sich aufgelöst hat. Sie ist notwendig um einer Schimmelbildung entgegenzuwirken. (Es ist unser Konservierungsmittel)

Schritt 4:

Koche 250ml Wasser in einem Topf auf und füge den gesamten Zucker hinzu. Der Zucker muss sich gänzlich auflösen. Achte dabei, dass du ständig umrührst, da er sich ansonsten am Bodengrund festsetzen könnte. Sobald er sich aufgelöst hat, kannst du nun den Pfefferminzsud hinzufügen und alles nochmals aufkochen. Lass es 3 bis 4 Minuten köcheln.

Schritt 5:

Nun wird es Zeit den noch heißen Sirup in eine Flasche zu überführen. Die Flasche muss unbedingt steril sein. Ein Auskochen dieser ist vor dem Umfüllen wirklich empfehlenswert. Nimm also nun den Trichter und überführe den Sirup in die bereitgestellte Flasche. Nun bist du tatsächlich fertig. Wenn du sauber gearbeitet hast, kann sich der Sirup über mehrere Wochen halten.

Anwendung:

Der Sirup muss hochverdünnt angeboten werden. Sodass der Hund die enthaltenen Kohlehydrate verwerten kann und kein Durchfall entsteht.

1/2TL pro 10kg KM / Tag

• Ins Trinkwasser oder zum Futter mischen
• Mit Wasser in Eiswürfelformen gebe, einfrieren und als Eis genießen lassen
• Mit Wassermelonen (wirken ebenso von innen kühlend und unterstützen die Herzgesundheit) zu einem Smoothie mixe

Die Wirkung des Sirups:

Die innere Kühlung wird angeworfen und der Hund wird angeregt mehr zu trinken. Er kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt auf eine natürliche Art und Weise verdauungsfördernd. Außerdem haben wir durch die Minze eine wundervolle Möglichkeit Mundgeruch zu überdecken. Du darfst dich trauen dem Hund ein kleines bisschen Zucker anzubieten und es gemeinsam mit ihm zu genießen.

Die noch nicht beschrieben Zutaten:

(1) Zucker

Ja, du hast völlig Recht.
Im Normalfall vermeiden wir jeglichen Kontakt des Hundes mit Zucker. Der süße Stoff wirkt durch seine wasserbindende Wirkung als Konservierungsmittel. Sollten sich Mikroorganismen in den Sirup verirren, wird ihnen durch den hohen Anteil an Zucker lebenswichtiges Wasser entzogen (Zucker zieht Wasser an sich) und sie sterben bzw. werden inaktiviert. Im Sommer ist es außerdem äußert wichtig genügend zu trinken. Das Süße im Sirup regt den Hund dazu an, mehr zu trinken. Sollte dir der Gedanke absolut nicht gefallen, dem Hund einen kleinen Anteil an Zucker anzubieten haben ich für dich eine alternative Anwendungsmöglichkeit weiter unten angeführt.

Kein Zucker gewünscht!

„Nöp, ich lasse mich nicht überzeugen!“

Ist das deine letzte Antwort?
Na gut, ich werde es akzeptieren und möchte dir eine Alternative vorschlagen. Pfefferminze ist nämlich ein richtig tolles Heilkraut und sollte ab und an auch in deinem Haushalt aufscheinen.

(2) Zitronensäure

Sie bietet nicht nur einen erfrischenden Kick im Sirup, sondern bringt das Produkt eine längere Haltbarkeit. Zitronensäure unterbindet das Wachstum von Schimmelpilzen und schenkt dem Sirup eine längere Lebensdauer.

Minze anders nutzen:

Pfefferminzsaft

Im Rezept hast du in der Zutatenliste eine weitere Flasche beim Zubehör angeführt. Solltest du dem Hund gerne eine innere Abkühlung gönnen wollen, kannst 125ml des Suds, der über die Nacht entstanden ist, abführen. (Mit Zitronensäure und auch ohne geeignet)
Dieser ist nicht so lange haltbar wie der Sirup. Er kann allerdings ebenso in das Trinkwasser des Hundes, oder in Eiswürfel, oder in Smoothies integriert werden.

Öl Kaltauszug

Du kannst einen Kaltauszug mit Öl und dem Heilkraut herstellen. Hierbei werden Pfefferminzblätter über einen längeren Zeitraum (meist 4 Wochen) in Öl eingelegt. Dabei wirkt die Flüssigkeit auf die meist zerkleinerte Pflanze und die enthaltenen Wirkstoffe werden frei. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass sich die Pflanze nicht auflöst, sondern die, sich in der Flüssigkeit lösenden, Stoffe aus der Pflanze in die Flüssigkeit übergehen. Nachdem das Öl lange genug gestanden ist, kann es auf schmerzende Gelenke einmassiert werden und unterstützt verkrampfte Muskulatur.

Pfefferminzsäckchen
Wähle einen Stoff, schneide ihn in ein Rechteck zurecht und fülle ihn mit reichlich getrockneten Pfefferminzblättern. Verbinde die Enden mit einer Schnur. Duftsäckchen selber machen ist nicht nur in dem Vorgang selbst entspannend, sondern auch noch eine Aromatherapie. Kräutersäckchen mit Pfefferminze können zur Parasitenabwehr in den Korb des Hundes gelegt werden. Die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle entweichen nach und nach in die Raumluft.

Fazit

Pfefferminze ist ein wahrer Allrounder. Ein heimisches Heilkraut, das sich definitiv in der Hausapotheke wiederfinden darf. Sowohl du als auch dein Hund dürfen es zu sich nehmen. Aber pass auf. Zu jung und sehr sensible Hunde sollten darauf verzichten. Ich wünsche dir viel Spaß bei der Umsetzung und freue mich von dir zu lesen.

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Über die Autorin, Paulina Adamczyk

Seit über 3 Jahren helfe ich als selbstständige Tierernäherungsberaterin Hunden zu mehr innerem Wohlbefinden – durch artgerechte Ernährung und die Kraft von Heilkräuter, Vitalpilzen und Aromaölen. Viele meiner Kunden unterschätzen die unterstützende Wirkung die in unserer Natur schlummert. Viele greifen lieber zu purer Chemie. Daher liegt es mir am Herzen, Hunde mit der Kraft der Natur zu unterstützen und Frauchen & Herrchen aufzuklären. 

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