Heilkräuter für den B.A.R.F Futternapf

[Für Einsteiger] Alles was du wissen musst, bevor du fütterst

Für alles ist ein Kraut gewachsen…

… auch für Hunde. Jede Pflanze, jedes Kraut und jedes Blümchen, hat in der Naturheilkunde eine einzigartige Aufgabe, die den Hundekörper unterstützen kann. Manche von ihnen sind wahre Vitaminbomben, enthalten zahlreiche Mineralien und unvergleichbare Inhaltsstoffe. Andere Kräuter helfen dabei Krankheiten vorzubeugen, mildern chronische Erkrankungen oder unterstützen tapfere Hunde durch schwere Zeiten.

 

Bevor wir Kräuter und Heilpflanzen tatsächlich ins Futter mischen,  gibt es Einiges zu beachten.

 

Alles, was du als Einsteiger über Kräuter im Futternapfs wissen musst, habe ich in dem Artikel für dich zusammen gestellt. Schritt-für-Schritt gehen wir alle Stationen durch, die du bei der Verabreichung von Kräuter unbedingt beachten solltest!

 

Schritt 1: Kräuter besorgen. Aber wo bekomme ich Kräuter? 


Drei Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung. 

 

Möglichkeit Nummer 1:

Die schnellste davon ist das Einkaufen in gut ausgestatteten Hundeshops. JA – Tatsächlich! Es gibt bereits Hundeshops in denen wir getrocknete Einzelkräuter und Kräutermischungen für Hunde finden können. Ein guter Fachhändler kann euch auch zu den einzelnen Kräutern beraten. Oder, meiner Meinung nach, besser, ihr eignet euch das Wissen selbst an. Das könnt ihr zum Beispiel hier (klick!). 

Möglichkeit Nummer 2:

Die zweite Möglichkeit ist das eigenständige Anpflanzen der Kräuter. Verbunden mit viel Eigeninitiative, Technik, Nährstoffen und Zeit muss hierbei somit auf einiges geachtet werden! Worauf genau, erkläre ich im Detail in meiner Kräuterkunde für Hunde Online- Ausbildung.

Möglichkeit Nummer 3:

Wem die oben genannten Möglichkeiten nicht zusagen, hat noch die Möglichkeit Kräuter bei der Gassirunde mit dem Hund zu pflücken.Beim Pflücken unterwegs, sollten allerdings nur Pflanzen gepflückt werden, die wir auch mit großer Sicherheit bestimmen können. Doch nicht nur was gepflückt wird ist wichtig.

Der Ort und die Zeit der Ernte sind essentiell! Bitte meidet Pflanzen am Wegrand, wo möglicherweise sehr viel Straßenverkehr herrscht (Abgase schaden der Pflanze und könnten an ihr haften bleiben und würden so in den Hundekörper gelangen). Auch das Pflücken von Kräutern in einer Hundezone, in der sehr viel Urinabsatz an den Pflanzen getätigt wird, ist nicht anzuraten.

Die Zeit für das Pflücken ist entscheidend für die Qualität und die Kraft der einzelnen Pflanzenteile. Kräuter und Heilpflanzen sollten nach der Mondphase gepflückt werden. Je voller der Mond wird, desto weiter nach oben steigen die Pflanzensäfte. Wir wissen ja, wie stark die Mondanziehung auf die Menschen wirken kann, so auch auf die Kräuter. Bei Vollmond ist es ratsam Blüten und Blätter zu sammeln. Wenn der Mond abnimmt, werden Wurzeln gepflückt.

Schritt 2: Qual der Wahl der richtigen Kräuter… 

Heilkräuter

Wirkung & Anwendung

Basilikum 🌿

Appetit- und verdauungsanregend, bei Atemwegserkrankungen,, Blähungen, Halsschmerzen, Harnwegsinfektion

Verwendet werden die Blätter

Brennnessel 🌿

Mildert Allergiesymptome, hoher Gehalt an Vit C, K und B, harntreibend, verdauungsanregend, bei Hauterkrankungen für Entschlackungskuren.

Manche Hunde reagieren allergisch auf Brennnessel. Nicht bei Hunden mit Herzschwäche anwenden.

Eibisch 🌿

Wird vor allem bei Erkältungen der oberen Atemwege unterstützend angeboten. 
Wirkt entzündungshemmend und   schleimhautschützend. Weibisch enthält Schleimstoffe, die sich schützend auf Schleimhäute legen können.

Fenchel 🌿

Wirkt krampflösend und beruhigend auf Magen-Darm – Achtung: Manch Vierbeiner könnte sensibel auf Fenchel reagieren. Dosierung gering halten.

Kamille 🌿

Wirkt   entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, verdauungsfördernd, immunstimulierend und auch schmerzlindernd.

Nebenwirkungen:
Allergische Reaktionen 
Kamille ist eine der am häufigsten allergieauslösendsten Pflanzen. Sie darf niemals zur Augenbehandlung verwendet werden.

Lein 🌿

Lindernde Wirkung bei Entzündungen von Magen- und Darm, hauptsächlich bei Verstopfung. Leinsamen in reichlich Wasser einlegen und ziehen lassen. Nicht trocken geben, ein Darmverschluss könnte folgen.

Petersilie 🌿

Appetitanregend, reguliert die Verdauung, Blasenschwäche, Blähungen, Harnwegsbeschwerden und Nierengrieß. Verwendet werden das Kraut und die Wurzeln der Pflanze. Nicht bei trächtigen Tieren anwenden und bei eingeschränkter Funktion der Nieren und des Herzens anwenden.

 

Pefferminze 🌿

Mückenstiche? Pfefferminze wirkt äußerlich angewendet kühlend und kann Juckreiz mindern. Pfefferminze sollte nicht bei Gastritis angeboten werden.

Rosmarin 🌿

Achtung: Rosmarin sollte nur in kleinen Mengen angeboten werden. Es wirkt anregend und belebend.

Im Sommer kann es den Kreislauf ankurbeln.

Salbei 🌿

Bei Zahnfleischbeschwerden, Halsschmerzen, Nasen – und Ohrenerkrankungen und anderen Erkältungskrankheiten.

Möchte Man Salbei verwenden, sollte man sich für die Blätter entscheiden.

Thymian 🌿

Wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, verdauungsfördernd, appetitanregend, krampflösend.
Bei Entzündungen des Rachenraum, Atemwegserkrankungen
Schnupfen, Appetitlosigkeit, Magenverstimmungen, Koliken, Gastritis, Wurmbefall und Blähungen.
Thymian wird in Verbindung mit Oregano und Majoran gerne als Kur gegen Giradien angeboten. Hierzu werden die Kräuter mit Buttermilch vermischt und im Kühlschrank über mehrere Stunden gelagert. Nach der Einwirkungszeit, wird diese Mischung löffelweise angeboten.

Schritt 3: Dosierung und die Zubereitung sind das A & O !

Kräuter und andere Heilpflanzen sind natürliche Kraftpakete, deren Wirkung nicht zu unterschätzen ist! Dosiere daher bitte vorsichtig und schaue erst einmal, wie dein Hund auf die gesunden Pflanzen reagiert.

 

Kaufe immer zuerst kleine Mengen, und teste sie Schritt für Schritt aus. Anfangs nur sehr wenig dann kann die Menge ein bisschen gesteigert werden. Je nach Kräutermischung kann die Dosierung variieren. Somit ist hier eine allgemeine Dosierungsangabe eher schwierig zu tätigen. Nicht jeder Vierbeiner ist gleich groß. Ein Rotweiler wiegt mehr als ein Spitz. Wie genau du die Dosierung berechnest, erzähle ich in meiner neuen Online-Ausbildung. 

 

So, der weitere spannende Teil ist die Zubereitung, denn hierbei passieren oftmals Fehler, die der Pflanze schaden! Wir müssen zwischen Aufguss, Absud, Auszügen und weiteren Möglichkeiten unterscheiden. Die Zubereitung ist von Pflanze zu Pflanze verschieden. Wurzeln werden oftmals ausgekocht (Bsp. Ingwer), dabei werden die festen Bestandteile über eine gewisse Zeit in kochendem Wasser gekocht. Aus Blättern wird oftmals ein Absud hergestellt. Dabei wird sehr heißes Wasser über die „Droge“ geleert und ziehen gelassen. Natürlich sollten die zubereiteten Kräuter bei Zimmertemperatur gefüttert werden.

 

Schritt 4: Kräuterkur – Einmal im Futternapf ist zu wenig

 

Verträgt dein Vierbeiner das von dir ausgesucht Heilkraut? Gut! Du kannst du die Heilkräuter kurmäßig über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen deinem Wauzi anbieten. Auch die stärksten Inhaltsstoffe brauchen eine Weile, bis sie im Körper wirken. Daher braucht es ein paar Tage, bis Kräuter innerlich angewandt Wirkung zeigen. Dann empfiehlt sich eine Pause von ein paar Wochen, bevor du sie wieder verwendest. Niemals solltest du Heilkräuter als Dauergabe füttern!

Bring also regelmäßig Abwechslung in den Futternapf!

 

Welches Kraut darf es sein? Noch unsicher? 

 

Die 12 oben beschriebenen Kräuter waren erst der Anfang. Unsere Natur bietet eine unendliche Vielzahl an Heilkräuter und pflanzlichen Unterstützungen! Falls ihr noch am überlegen seid, welches Kraut das Richtige für euch ist, werft doch einen Blick in euren Garten. Eine alte Legende besagt, dass nur die Heilkräuter im Garten wachsen, die seine Bewohner brauchen. Natürlich bitte wieder aufpassen beim Pflücken.

Noch über Kräuter lernst du in meiner Online-Ausbildung über Vitalpilze, Aromaöle & Heilkräuter. 

Welches Kraut nutzt du für deine Fellnase oder für dich selbst?

Hinterlasse mir doch ein Kommentar!

Ich würde mich freuen!

Über die Autorin, Paulina Adamczyk

Seit über 3 Jahren helfe ich als selbstständige Tierernäherungsberaterin Hunden zu mehr innerem Wohlbefinden – durch artgerechte Ernährung und die Kraft von Heilkräuter, Vitalpilzen und Aromaölen. Viele meiner Kunden unterschätzen die unterstützende Wirkung die in unserer Natur schlummert. Viele greifen lieber zu purer Chemie. Daher liegt es mir am Herzen, Hunde mit der Kraft der Natur zu unterstützen und Frauchen & Herrchen aufzuklären. 

 

3 Kommentare

  1. Hallo Paulina!

    Vielen Dank für den tollen Beitrag! War super hilfreich für mich…
    Werde dann mal gleich in Richtung BARF-Shop wackeln. 🙂
    Bei mir überleben Kräuter einfach nicht hihi!

    LG

  2. Hallo,
    ich befasse mich seit einiger Zeit schon mit der Phytologie und gebe meinen Hundedamen regelmäßig Grünes aus der Natur. Grad bei meiner ältere Dame mit beginnender Arthrose ist die Grünkraft sehr hilfreich. Bin gespannt auf neues Input.

  3. Mich würde interessieren wie lange der Kurs dauert und natürlich die Kosten!
    Liebe Grüße und einen schönen Abend

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