[Rezept] Pfotensalbe selbstgemacht

natürlich durch den Winter!

Winter is coming.. auch bei uns wird es nun kälter und kälter.

Und was bringt der Winter? Nicht nur Glühwein und Zimtstangen, sondern auch beißendes Salz auf den Straßen. Kälte, Streusalz & ein andauernder Wechsel von kalt zu warm verursachen, dass die Pfoten unserer Lieblinge in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei ist nicht nur die innere Pflege von großer Wichtigkeit. Nein! Denn wir können unseren Vierbeiner auch von außen helfen. Eine selbstgemacht Pfotensalbe bietet dabei eine tolle Unterstützung.

 

Jedes Jahr starte ich die Kochplatte auf ein Neues und stelle die Pfotensalben her. Heuer möchte ich sie mit euch teilen.

Welche Heilwirkung steckt in unserem Rezept?: 

 

Ringelblume

Calendula officinalis gehört zur Familie der Korbblütler und ist in einer herrlich dottergelben Farbe anzutreffen. Wir verwenden die Blüten, die zwischen Juni und Oktober gesammelt werden können. In der Naturheilkunde wird diese Pflanze seit sehr vielen Jahrhunderten verwendet, denn sie wirkt u.a. entzündungshemmend, abschwellend und durchblutungsfördernd. Ringelblume wird sehr in Salben verarbeitet und aufgrund der wirksamen Inhaltsstoffe bei Verbrennungen (auch Sonnenbrand) und kleinen Wunden angewendet. Neben der Wundheilungsanwendung kann Ringelblume auch bei Afterjucken eingesetzt werden.

 

 

Lavendel
Lavendel verbreitet nicht nur einen herrlichen blumig – süßen Duft, sondern hat durch die 2000 Inhaltstoffe ein bemerkenswertes weites Wirkungsspektrum.

Am stärksten ist seine Kraft im ätherischen Öl. Er wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann somit bei Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Angst angewendet werden. Ebenso hilft er durch seine entzündungshemmende, schmerzlindernde, krampflösende, und antirheumatische Wirkung bei kleinen Schnittwunden, Verbrennungen, Narbenbildung, Magen-Darmbeschwerden oder Erkältungsbeschwerden. Durch seine antimykotische Wirkung kann er Pilzbefall mindern und helfen, das Fellwachstum positiv zu beeinflussen.

 

Honig

Honig was bereits bei den alten Griechen als Lebensmittel bekannt und wurde auch damals als Heilmittel eingesetzt. Wir verwenden es auch immer noch als natürliches Mittel. Honig wirkt als Pflegemittel, da es desinfizierende Wirkung hat. Er wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Honig hat einen geringen Anteil an Säuren, die den Säureschutz der Haut unterstützt. Honig bindet Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig.

 

 

Vaseline

Ja ich weiß, viele werden mit der Nase rümpfen..Vaseline hat nicht grad den besten Ruf. Ich habe sie verwendet, da sie viele einfacher erhalten und sie ein bisschen kostengünstiger ist. Eine Alternative wäre hochwertiges Bienenwachs.

Vaseline sollte in weißer Form gekauft werden, da in dieser die polycyclischen Kohlenwasserstoffe in einer geringeren Menge enthalten sind und der Tropfpunkt ein wenig höher liegt. Vaseline schützt vor Verdunstung und Auskühlung.

Zutaten:

2-3 EL Vaseline (aus der Apotheke)
1 EL Kokofett
1TL getrocknete Ringelblume
1TL getrockneten Lavendel
1TL Honig
5 Tropfen Lavendel Öl
Herdplatte
Topf in Topf (für das Wasserbad)
Wasser
Kochlöffel
Sieb
Marmeladengefäß
Etikett zum Beschriften 🙂 

Schritt 1: 

Ran geht’s an das Pfotenbalsam! Herdplatte andrehen, Kochtopf oben drauf und Wasser zum Sieden bringen. 

Schritt 2: 

Das Wasser siedet? Dann wird ein zweiter, kleiner Topf in den Topf gestellt. Klingt vielleicht etwas kompliziert, aber im Bild nebenan siehst du wie es funktioniert. Nun kann die Vaseline in den zweiten Topf gegeben werden. So lange umrühren, bis die Vaseline flüssig ist. 

Schritt 3: 

Nachdem die gesamte Menge an Vaseline flüssig ist, werden die Anteile an Ringelblume und Lavendel beigemengt und gut umgerührt. Nun soll das Gemisch ca. 5Min unter ständigem Rühren im Wasserbad bleiben.

Schritt 4: 

Kurz bevor wir die Herdplatte ausmachen, wird das Kokosfett und der Honig beigemengt. Wieder muss gut umgerührt werden und zwar so lange bis das Kokosfett und der Honig flüssig sind.

Schritt 5: 

Nun wird die Herdplatte abgedreht, der Topf auf eine Unterlage abgestellt. Nach einer kurzen Minute wird das Lavendelöl beigemengt und ein letztes Mal gut umgerührt. Nun muss es schnell gehen.

Schritt 6: 

Die Pfotensalbe wird nun durch ein Sieb aus dem Topf in das Marmeladengefäß überführt. Das Gefäß kann nun verschraubt und etikettiert werden.

Die Anwendung: 

 

Die Pfoten und Pfotenzwischenräume werden vor dem Spaziergang mit der Salbe eingeschmiert. Nach dem Spaziergang sollten sie mit lauwarmen Wasser abgespült werden.

TIPP: Sorge im Winter dafür, dass die Pfotenzwischenräume frei von Haaren sind. Damit vermeidest du, dass sich Salz an den Haaren festsetzen kann. So wird dein Hund vor einer unnötigen Salzbelastung bewahrt.

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Über die Autorin, Paulina Adamczyk

Seit über 3 Jahren helfe ich als selbstständige Tierernäherungsberaterin Hunden zu mehr innerem Wohlbefinden – durch artgerechte Ernährung und die Kraft von Heilkräuter, Vitalpilzen und Aromaölen. Viele meiner Kunden unterschätzen die unterstützende Wirkung die in unserer Natur schlummert. Viele greifen lieber zu purer Chemie. Daher liegt es mir am Herzen, Hunde mit der Kraft der Natur zu unterstützen und Frauchen & Herrchen aufzuklären. 

 

2 Kommentare

  1. Danke für das Rezept…für diese Pfötchensalbe…werde es nacharbeiten.

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