5 Kochrezepte für Hunde

von | Mrz 1, 2019 | Hunde-Blog, Hundeernährung

Das Thema Ernährung hat mich immer schon interessiert. Ich habe zuerst die Ausbildung zur Bürokraft und anschließend die Fortbildungen und Ausbildungen zur Ernährungstrainerin absolviert. Ich bin jetzt seit zwei Jahren Dipl. Ernährungstrainerin für Menschen, habe mir jetzt aber auch die Ernährung unserer Hunde zur Aufgabe gemacht. Ich liebe Hunde und habe selber einen zu Hause. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr vorstellen.

 

Mein Interesse an der Hundeernährung begann vor drei Jahren. Mein Hund hatte damals einen 15 cm großen aggressiven Tumor im Bauchraum am Ende des Dünndarms.

Die Ärzte hatten ihn bereits aufgegeben. Es gab jedoch einen Tierarzt, welcher ihn trotz aller Risiken operierte. Viele Gedanken schwirrten nach der Operation umher, wie wir Coopers Leben „gesünder“ gestalten können. Er erhielt nach der OP auch keine Chemotherapie – dies wollten wir nicht – wir schlugen einen alternativen Weg ein. Wir verabreichten ihm Futter mit vielen Kräutern, testeten kinesiologische Behandlungen und verbachten viel Zeit an der frischen Luft. Außerdem ließen wir das Getreide weg und verabreichten ihm reines Fleisch mit Gemüse. Auch die vielen Leckerlis, welche er zuvor immer wieder bekam, wurden stark reduziert. Nach dieser Umstellung merkte man schnell, dass es ihm besser ging als jemals zuvor.

Ich hatte damals auch den Gedanken, Cooper zu barfen, und habe es auch probiert. Aber da machte Cooper leider nicht mit.

 

Bei der Auswahl an Rezepten achte ich, wie auch bei uns Menschen, darauf, dass mein Hund genug mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Ich achte ebenfalls auf Rezepte, welche wohltuend auf den Magen-Darm-Trakt wirken.

Warum genau diese Zutaten in meinen Rezepten zu finden sind und keine anderen?

 

Nahrungsmittel in den Kochrezepten für Hunde

 

Getreide

Haferflocken sind nicht nur bei uns Menschen beliebt und gesund. Haferflocken weisen den höchsten Fettgehalt (an ungesättigten Fettsäuren) unter den Getreideflocken sowie eine hohe Akzeptanz und Verdaulichkeit auf. Haferflocken sollten unbedingt aufgekocht oder über Nacht eingeweicht werden, bevor sie der Hund zu fressen bekommt.

 

Gemüse

Kartoffeln sind stärkereich und enthalten hochwertiges Eiweiß – allerdings in geringen Mengen. In der Hundefütterung hat die energieliefernde Kartoffel wegen ihrer guten Akzeptanz ihren Platz, insbesondere als Bestandteil von Diäten für Hunde mit Futtermittelallergien. Sie hat einen hohen Kaliumgehalt und enthält wasserlösliche Vitamine.

Kartoffeln müssen gekocht werden, bevor sie dem Hund angeboten werden.

 

Die Karotte ist ein sehr beliebtes Gemüse, welches oftmals dem Hund auch als Belohnung gegeben wird. Sie kann aufgrund ihrer hohen Akzeptanz roh oder gekocht gefüttert werden. Die Karotte enthält hohe Mengen des Provitamins A, dem B-Carotin, und besteht aus Pektinen und Zucker.

 

Spinat hat einen hohen Gehalt an Mineralien, Vitaminen (B, C, B-Carotin) und Eiweiß. Spinat sollte aufgrund des hohen Oxalsäuregehalts (der Calcium im Körper bindet) immer mit einem Milchprodukt oder Kartoffeln angeboten werden. Es kann aber auch zum Beispiel Hüttenkäse (niedriger Milchzuckergehalt) verabreicht werden.

 

Kräuter

Die Petersilie ist reich an Vitamin C. Durch ihre harntreibende Wirkung unterstützt sie die Niere und die Blase.

 

Obst

 

Frisches Obst (Äpfel, Birnen) kann in kleinen Mengen an unsere vierbeinigen Freunde verfüttert werden. Neben ca. 85 % Wasser enthält Obst auch noch Pektine, verschiedene Zucker und wasserlösliche Vitamine. Zu viel an Obst kann zu einer Veränderung der Kotkonsistenz führen.

 

Blaubeeren/Heidelbeeren für den Hund? – ganz klar Ja! Blaubeeren haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und E, stärken das Immunsystem und haben eine antioxidative Wirkung. Außerdem enthalten Blaubeeren Kalium, Eisen, Zink und Kupfer.

Blaubeeren wirken außerdem gegen Durchfall.

 

Himbeeren haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen. Dadurch wird die Verdauung angeregt. Sie enthalten viel an B-Vitaminen sowie Vitamin C. Des Weiteren weisen sie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen auf. Sie haben auch eine antioxidative Wirkung.

 

Nüsse

Dürfen Hunde Nüsse essen? Ja, aber auch nicht alle. Ich verwende bei meinem Hund oftmals die Walnuss. Sie hat einen hohen Anteil an Fett und sollte daher nicht täglich und keinem übergewichtigen Hund gefüttert werden.

Neben dem hohen Fettgehalt enthält die Walnuss außerdem Proteine, Kalzium, Eisen, Zink und Vitamin C und E.

 

Öle

Das Kokosöl ist heutzutage sehr beliebt. Ich liebe es und kann es mir nicht mehr wegdenken. Egal, ob ich meinem Hund das Öl ins Futter gebe oder ihn damit einreibe (gegen Zecken, ...), es ist vielseitig einsetzbar und ich bin verrückt danach. Mein Hund im Übrigen auch 

Auch Leinöl verwende ich liebend gerne. Dieses Öl aber nur über das ausgekühlte Futter träufeln und nicht zum Kochen verwenden! Leinöl enthält mehrere essentielle Fettsäuren, darunter sowohl Alpha-Linolensäure, als auch Lonolsäure.Unter den pflanzlichen Ölen weist Leinöl den höchsten Gehalt an diesen Fettsäuren auf.

 

Das war natürlich nur ein kleiner Auszug von den Nahrungsmitteln, welche wir Menschen und unsere Hunde gemeinsam genießen können.

 

Rezept 1: Lachsnudeln mit Spinat

 

Zutaten für Menschen (2 Personen):

250 g Nudeln (ich nehme immer Vollkorn)

2 Lachsfilets

Petersilie

1 Zwiebel

1 Becher Schlagobers

Knoblauch (nach Bedarf)

1/2 Zitrone (für den Saft)

Pinienkerne

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Wasser mit Salz zum Kochen bringen, die Nudeln darin kochen. Währenddessen in eine Pfanne ein wenig Öl oder Butter geben und die gewürfelte Zwiebel darin anschwitzen. Die Lachsfilets in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Knoblauch klein hacken und dazu geben. Wenn der Lachs nicht mehr roh ist, den Schlagobers dazu, aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren. Petersilie hacken und zur Soße dazugeben, die Zitrone auspressen und den Saft in die Soße geben. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

Jetzt sollten die Nudeln auch schon fertig sein. Abschmecken und auf die Plätze, fertig, los, anrichten!

Du kannst gerne noch ein wenig Parmesan darüber streuen - ich liebe es!

 

Zutaten für den Hund

250g Nudeln (auch hier nehme ich Vollkorn)

2 Lachsfilets

Petersilie

Pinienkerne

Eine Prise Salz

 

Zubereitung:

Wasser mit Salz zum Kochen bringen, die Nudeln darin kochen. Währenddessen den gewürfelten Lachs in der Pfanne anbraten. Petersilie hacken und beiseitestellen. Pinienkerne in der Pfanne kurz anrösten. Wenn die Nudeln fertig sind, auskühlen lassen.

Die Nudeln, den Lachs, die Petersilie und die Pinienkerne im Napf anrichten.

 

Rezept 2 - Kartoffel-Karotten-Suppe

 

Zutaten für Menschen (2 Personen):

500 g Kartoffeln

400 g Karotten

1 Liter Gemüsebrühe/oder nur Wasser

Petersilie

Kokosöl

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Karotten waschen und in Würfel schneiden. Etwas Öl - hier nehme ich immer Kokosöl - erhitzen. Die Kartoffeln und Karotten kurz anbraten. Das Gemüse mit der Gemüsebrühe oder nur mit Wasser ablöschen. Aufkochen lassen und dann auf kleiner Stufe ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Zum Ende alles pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie garnieren.

 

Zutaten für den Hund:

500 g Kartoffeln

400 g Karotten

1 Liter Brühe (Huhn)/oder nur Wasser

1 Hühnerbrust

Petersilie

Kokosöl

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Karotten waschen und in Würfel schneiden. Etwas Öl - hier nehme ich immer Kokosöl - erhitzen. Die Kartoffeln und Karotten kurz anbraten. Das Gemüse mit der Gemüsebrühe oder nur mit Wasser ablöschen. Die Hühnerbrust mit aufkochen lassen und dann auf kleiner Stufe ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Die Hühnerbrust herausnehmen, die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auskühlen lassen und mit Petersilie garnieren. Die Hühnerbrust klein schneiden und in die Suppe geben.  

Rezept 3 – Frühstücks-Porridge

 

Zutaten für Menschen (1 Person):

30 g Haferflocken

(ich nehme immer die zartschmelzenden)

250 ml Milch

(Hafer,- Mandel,- Reis,- oder Kuhmilch, je nachdem, was dir lieber ist)

Blaubeeren (nach Gefühl)

Erdbeeren

Himbeeren

Zimt nach Bedarf

Kokosraspeln zum Garnieren

4 Stück Walnüsse, zerkleinert

 

Zubereitung:

Die Haferlocken mit der Milch aufkochen lassen, bis sie „schlatzig“ werden. Etwas Zimt - wer möchte - hinein und in einer Müslischüssel anrichten.

Zuerst den Haferschleim kochen, dann schön anrichten - das Auge isst mit 🙂

 

Zutaten für den Hund:

40 g Haferflocken

Ca. 250 ml Kokosmilch

1 gehäufter EL Blaubeeren

Himbeeren

Kokosraspeln zum Garnieren

4 Stück Walnüsse - da diese viel Fett enthalten, bitte wenig füttern

 

Zubereitung:

Die Milch mit den Haferflocken aufkochen lassen. (Du kannst, wenn dir das lieber ist, auch die Haferflocken am Abend zuvor in Wasser einweichen lassen).

Dann kann auch schon der Hundenapf gefüllt werden. Die aufgekochten Haferflocken - bitte vor dem Anbieten auskühlen lassen! - in den Napf, dazu die Blaubeeren, Himbeeren und Kokosraspeln. Wer möchte, kann dem Hund auch ein paar Walnüsse anbieten.

 

Kleiner Tipp!

Gerste, Dinkel, Roggen, Hirse und Hafer kann der Hund nicht selbst aufschlüsseln, deswegen sollten diese Getreidesorten über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag kurz aufgekocht werden.

(Wie auch bei uns Menschen ist es besser, sie aufzukochen, so können sie besser verdaut werden). Am besten verträgt der Hund geschrotetes Getreide in Flockenform wie Hafer- oder Hirseflocken. Getreide im Hundefutter sollte immer vollwertig sein, nicht geschält.

 

Rezept 4 - Lachsfilet mit Spinat und Kartoffeln

 

Zutaten für Menschen (2 Personen):

2 Lachsfilets

500 g Kartoffeln

125 g Spinat (ich nehme immer den frischen Blattspinat, aber auch Tiefkühlspinat ist in Ordnung)

Kokosöl

1/2 Zitrone

Petersilie

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Den Lachs in Kokosöl anbraten. Eventuell ein wenig Zitronensaft über den Lachs träufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kartoffelscheiben in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss den frischen Spinat hinzu, nicht zu lange mitbraten, da er sonst zusammenfällt - er soll noch knackig sein.

Nun kann angerichtet werden. Den gebratenen Lachs mit den Kartoffeln und dem Spinat auf einem Teller anrichten und genießen.

 

Zutaten für den Hund:

2 Lachsfilets

500 g Kartoffeln

125 g Spinat (ich nehme immer den frischen Blattspinat, aber auch Tiefkühlspinat funktioniert)

Kokosöl

Petersilie

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Anschließend einen Topf mit Wasser aufstellen, die Kartoffeln hineingeben und ca. 30 Minuten kochen lassen. Den Lachs währenddessen würfeln und in einer Pfanne mit Kokosöl leicht anbraten. Sobald die Kartoffeln weich sind, können sie im Hundenapf abkühlen. Den Blattspinat kurz dampfgaren und dann anrichten. Nun kannst du den Lachs, den Blattspinat und die Petersilie mit anrichten. Du kannst auch noch ein wenig Kokosöl drüber träufeln.

 

Rezept 5 - Grüner Smoothie

 

Zutaten für Menschen (2 Personen):

35 g Petersilie

120 g Banane

100 ml Kokosmilch

1 TL Zimt

130 ml Reisdrink

50 g Agavendicksaft

170 g Eiswürfel

 

Zubereitung:

Petersilie waschen, Banane schälen. Petersilie, Banane, Kokosmilch, Zimt, Reisdrink und Agavendicksaft in einen Mixer geben und gut durchmixen. Eiswürfel dazugeben und cremig mixen.

 

Zutaten für den Hund:

35 g Petersilie

120 g Banane

200 ml Kokosmilch

15 g Haferflocken

170 g Eiswürfel

 

Zubereitung:

Petersilie waschen, Banane schälen. Petersilie, Banane, Kokosmilch und Haferflocken in einen Mixer geben und gut durchmixen. Eiswürfel dazugeben und cremig mixen.

 

Fazit

Für mich ist die gesunde Ernährung des Hundes genauso wichtig wie die der Menschen. Man kann durch schlechte Ernährung viel falsch machen. Mit gesunder Ernährung kann man verschiedensten Krankheiten vorbeugen.

Wir alle haben nur diesen einen Körper, egal ob Mensch oder Hund, daher sollten wir allesamt auf diesen achten! Darüber hinaus finde ich es auch sehr spannend, dass die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, auch zum Teil für unsere Hunde geeignet sind.

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Hallo! Ich bin Paulina!

Ich bin zertifizierte Hundeenährungsberaterin, Mutter einer wundervollen Tochter und treue Begleiterin meines Seelenhund Balou. Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, Hunde mit der richtigen Ernährung und der Kraft unserer Natur zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen. So konnte ich schon Balous Leben vor 5 Jahren retten. Der Grund, warum es die Dogtisch Academy gibt und du jetzt diesen Artikel liest.

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Autorin - Luzina Dauter

Das Thema Ernährung war mir schon immer wichtig. Seit zwei Jahren arbeite ich als dipl. Ernährungstrainerin für Menschen und habe mir jetzt aber auch die Ernährung unserer Hunde zur Aufgabe gemacht. Ich liebe Hunde und habe selber einen zu Hause. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr vorstellen. 

Bei der Auswahl an Rezepten achte ich, wie auch bei uns Menschen, darauf, dass mein Hund genug mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Ich achte ebenfalls auf Rezepte, welche wohltuend auf den Magen-Darm-Trakt wirken.

2 Kommentare

  1. Hallo, ich bin auf die Rezepte gestoßen und ich hätte da mal eine Frage. Was hat denn Salz (könnte ich ja noch verstehen) und PFEFFER in der Hundenahrung zu suchen? Ist es ernährungstechnisch eine wichtige Zutat?

    Viele Grüße
    Andrea

    Antworten
    • Liebe Andrea,

      Salz und Pfeffer gehören zu den Gewürzen dieser Welt 🙂
      Du hast es aber schon richtig im Gefühl – sie sind nicht essentiell.
      Salz noch eher als Pfeffer. Beide haben jedoch in ihrem Dasein auch wichtige Funktionen im Körper.
      Salz als Natriumchlorid bietet wichtige Mineralstoffe, die für die Muskulatur sehr wichtig sind.
      Pfeffer hat durch seine Inhaltstoffe die Fähigkeit Nährstoffe im Körper besser „aufzusaugen“ – Wenn du dir Sorgen machst, dass das Futter dadurch zu scharf werden sollte, dann lass es einfach weg 🙂

      Antworten

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